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Name: Max III
Geschlecht: männlich

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Beschreibung:

Max war ein einst heimatloser Kater, zunächst sehr heruntergekommen, unkastriert, schwach und mager.

Er wurde aber vergleichsweise schnell zutraulich. Allerdings musste man bei Max vorsichtig sein, denn er spielte manchmal sehr rau. Er bewohnte Teilbereiche im Wohnhaus, kannte die katzenverträglichen Hunde und ging in beide Gärten und die Scheune. Er hatte prächtig zugenommen und sein Fell war gesund und glänzend geworden.

Im Dezember 2017 fanden wir Max morgens bewusstlos im Garten. Kurze Zeit vorher hatten wir ihn nach draußen gelassen. Er starb wenige Minuten später auf dem Weg in die Tierklinik. Möglicherweise hatte er eine Auseinandersetzung mit den Hunden, einen epileptischen oder Schwächeanfall oder etwas ganz anderes. Weder Max noch einer der Hunde hatte Wunden, obwohl Max zum Schluss ein kräftiger Kater war. Kurze Zeit später bemerkten wir durch Zufall einen fremden Kater oben in der Scheune. Einen Kampf hatten wir aber nicht gehört. Auch eine pathologische Untersuchung lieferte keinen Aufschluss darüber, was geschehen war.

In Einzelfällen werden Lebewesen manchmal plötzlich unverträglich. Vermutlich sind die ersten kleinen Anzeichen höchstens für Artgenossen erkennbar.

Heimatlose Katzen werden nicht alt. Auch Max war jung. Mit ihm verbinden uns nicht so viele Erlebnisse wie mit den meisten anderen Tieren, die bei uns gestorben sind. Die Trauer um ihn ist trotzdem groß, auch weil er nur kurz ein gutes Leben hatte. Denn Max hatte nur einige gute Monate hier bei uns. Vor dieser Zeit hatte er offensichtlich Hunger gelitten, erhielt kein Dach über dem Kopf und keine tierärztliche Versorgung. So gerne hätten wir ihn länger für sein hartes Leben ohne menschliche Fürsorge entschädigt. Max‘ Tod war vielleicht gewaltsam. Doch was auch immer passiert ist - letztlich kommt noch einmal Zorn auf die Menschen auf, die Katzen achtlos sich fortpflanzen lassen, ohne für sie zu sorgen.

Mit Max‘ Tod gingen 10 Jahre teilweise inniger Vertrautheit zwischen einem Teil unserer Hunde und einigen Katzen zu Ende. Obwohl wir keine Kampfspuren fanden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Hund Max‘ Tod verursacht hat. Darum mussten wir eine komplette Trennung zwischen Hunde- und Katzenlebensräumen – im Haus und im Garten – bauen.

Wir wissen nicht, ob Max´ Tod vermeidbar war. Hätten wir ein Unglück kommen sehen, dann hätten wir versucht, es zu verhindern! Lieber Max, gerne hätten wir länger für Dich gesorgt und Dich Dein trauriges und hartes Leben als heimatlose Katze vergessen lassen. Es tut uns so leid, dass es nicht so gekommen ist.

 

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