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BilbosPortrait 1

Name: Bilbo
Geschlecht: männlich

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Beschreibung:

Ein kluger, verspielter und charakterstarker Dickkopf.

Am Freitag, den 31. Oktober 2014 mussten wir uns von Bilbo verabschieden. Morgens hatten wir noch mit den vier Hunden unsere Früh-Runde gedreht und Bilbo hopste fröhlich durch die Gegend wie eh und je. Dass er uns dann doch ganz plötzlich noch an diesem Tag verließ kam trotzdem nicht unerwartet: Es war unglaublich, dass er nach seiner Krebsdiagnose noch über zwei Jahre lang so ein fröhliches und aktives Leben führen konnte. In der vorigen Woche hatten wir ihn in einer Klinik von oben bis unten durchchecken lassen. Uns war wichtig zu wissen, wie es um ihn stand und mit welchen Symptomen wir rechnen mussten, um mögliche schlimme Leiden schnell beenden zu können. So traurig Bilbos Tod für uns alle ist, die ihn gekannt haben: Einen Abschied mit einer kürzeren Leidensphase haben nur Wenige.

Dass Bilbo ein hartnäckiger Kämpfer war, stellte er zeitlebens unter Beweis. Wir holten ihn als stinkendes, verhuschtes, einäugiges Häufchen Elend noch in Narkose aus einem anderen Tierheim ab. Er war für den Transport aus einem Hundelager in Kroatien betäubt worden, weil er als gefährlich galt, niemand ihn anfassen mochte und er in Sekunden alle Leinen durchbiss. Anfangs wollte er mit aller Kraft weg von den Menschen - Bilbo hatte viel Kraft! Besonders Männer fürchtete er. Doch Bilbo war klug und lernte sehr schnell, dass er, seit er bei Achtung für Tiere angekommen war, nichts Schlimmes mehr zu befürchten hatte. Er vertraute uns von Tag zu Tag mehr, sogar den Männern. Er lernte mit Kindern, Katzen, alten Menschen und ängstlichen Hunden zart und rücksichtsvoll umzugehen. Rabauken wie Lina oder Murphy bot er aber die Stirn. Letzte Woche mussten wir seine Freundin Ayse wieder an den Augen operieren lassen und Bilbo bewachte sie, bis sie wieder ganz wach war.

Unser großer Schmusebär hat viel aushalten müssen. Vor einigen Jahren erlitt er eine Embolie und war plötzlich komplett gelähmt. Er konnte erfolgreich behandelt werden und nach einigen sehr schweren Wochen der Pflege und des neu laufen Lernens, war nur eine Teillähmung der Pfote zurück geblieben. Bei den vielen Röntgenuntersuchungen war aber auch heraus gekommen, dass überall in Bilbos Körper Metallgeschosse steckten. Vermutlich hatte er durch Schüsse auch sein Auge verloren.

Wir sind sehr glücklich, dass wir Bilbo fünf Jahre lang ein rundum glückliches und behütetes Leben mit vielen tierlichen und menschlichen Freunden schenken konnten und danken Ihnen allen von Herzen, die dabei mitgeholfen haben!

Es macht traurig einen so guten Freund zu verlieren, wie unser Bilbo einer war. Wir werden die große starke Hundeschönheit mit der liebenswerten Persönlichkeit nie vergessen!

 

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