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Friederike kam nicht allein…

Ein großer Teil unseres Heu- und Strohvorrats ist verdorben. Bis in die Nächte sortiere ich derzeit Heu und Stroh in „verdorben“ und „noch brauchbar“. Die Zäune finden im tief aufgeweichten Erdreich keinen Halt und werden uns noch lange beschäftigen. Unser großes zweiflügeliges Doppelstabmatten-Hoftor hat der Orkan verbogen. Wir wissen nicht, ob unsere laienhafte Notreparatur das schwere Eisentor retten kann. Das große Weidezelt der Esel wurde trotz Verankerungen aus dem Boden gerissen, flog samt drei schwerer Eisenseitenelemente viele Meter durch die Luft und krachte auf den Weidezaun zum Nachbarn, dicke Eisenrohre sind abgebrochen.

Wir können die Schäden noch nicht sicher beziffern, haben manches auf dem weitläufigen Gelände vielleicht noch nicht bemerkt. Seit Wochen beschäftigt uns die schwierige Trennung von Hunde- und Katzenbereich. Während uns das Unwetter mit 110 Stundenkilometern erwischte, ging der Pumpenkessel, der das Wasser der Hauspumpenanlage für die Großtiere speichert, kaputt – durchgerostet! Man hätte 100 Hände gebraucht. Draußen tobte der Orkan, Äste und Gegenstände flogen durch die Luft und drinnen rann das Wasser aus dem Riesenkessel, der natürlich sofort notfallmäßig ausgetauscht werden musste.

Grundwasserspiegel und Luftfeuchtigkeit sind anhaltend hoch, die Wiesen stehen unter Wasser oder Matsch, die Tiere können sie nicht betreten, denn sie würden bis zu 40 cm tief einsinken. Die Zäune sind locker, stehen schräg, sind umgefallen oder zerbrochen. Die Erde schwimmt an vielen Stellen.

Eine erste Notfallreparatur des Stalldaches hat mein Mann noch im Dunkeln nach dem Sturm vorgenommen. Ich bin froh, dass er heile wieder runter gekommen ist. Dachdecker sind so schnell nicht zu bekommen.

Während all dem stecken wir in der für uns erstmaligen Messevorbereitung - Umbauarbeiten, die Vorbereitungen für unser Jubiläum und viele weitere Aktionen laufen auf Hochtouren.

Wir Ehrenamtlichen schaffen das nicht mehr nur allein. Es fehlt einfach viel Zeit. Auch was an Sach- und Materialkosten auf uns zukommt, wissen wir noch nicht sicher. Wir rechnen mit Material- und Handwerkerkosten von bis zu 3000 Euro für die Hunde-/Katzentrennung, Heu und Stroh 500 Euro, 1300 Euro für den Pumpenwasserkessel, das mobile Weidezelt wird schlimmstenfalls 2000 Euro kosten, an ein neues Hoftor mag ich gar nicht denken, das würde bestimmt auf 2500 Euro kommen. Man landet schnell bei über 10.000 Euro, wenn man alles und noch Handwerkerstunden addiert. Arbeitslöhne sind schwer zu kalkulieren…

Neben unserer Informationsarbeit versorgen wir im Moment 6 Hunde, 17 Katzen, 5 Hühner, 2 Pferde, drei Esel, 10 Mäuse und ca. 15 heimatlose Katzen in Hofnähe. Die Aufgaben, die wir in unserem Jubiläumsjahr angehen, sind gewaltig. Da wir keine öffentliche Unterstützung erhalten, leisten bislang Ehrenamtliche 95% der täglichen Arbeit. Deren Einsatzzeiten sind nicht mehr steigerbar. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende. Ganz herzlichen Dank dafür!

Ihre Astrid Reinke

Spendenkonto

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