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Sturm "Niklas" erwischt den Hof

Der Orkan Niklas, der am Dienstag nach unserem Sanierungsgroßeinsatz über Deutschland fegte, hat leider auch unseren Tierschutzhof getroffen. Mit seinen zeitweise 110 km/h drückte er eine Delle in die Wetterseite des Eselstalls. Mauerbrocken lösten sich aus der Wand. Mitten in der Nacht brachten wir Benjamin, Lotta und Mira zur Sicherheit im Wohnhaus unter. Durch den lärmenden Sturm und die Dunkelheit stapften die Drei vertrauensvoll hinter uns her durch das dunkle Treppenhaus, vorbei an Bauwerkzeug usw. In einem der Zimmer hatten wir die Fenster auf die Schnelle mit Styropor verklebt, alles dick eingestreut und Äste zur Beschäftigung der drei Grauen zusammen gesucht.

Die eingedrückte Stallwand muss nun irgendwie stabilisiert werden, bis die Esel in den ehemaligen Kuhstall umziehen können, was noch etwas dauern wird. In ihrer Notunterkunft kommen die Drei in der Nacht aber kurzfristig gut zurecht. Sie nehmen alles erstaunlich gelassen hin, sind sie doch seit Jahren nur Offenstallhaltung gewohnt. Wir haben den Eindruck, dass sie vollkommen verstehen, dass alles nur zu ihrem Schutz passiert! Aber auch wenn sie sich notgedrungen im Moment von einer Person brav hintereinander durch enge Türen und noch engere Flure führen lassen, kann das Wohnhaus für sie keine Dauerlösung sein! Sie müssen eher heute als morgen in den Kuhstall einziehen! Dessen Sanierung läuft auf Hochtouren.

Außerdem zerbrach Dienstagnacht das große marode hintere Tor der Scheune. Noch am Samstag hatten wir in der Scheune zu Mittag gegessen und Pläne gemacht, wie vielfältig sie zu nutzen sein wird: Als Ausstellungsraum, für Ferienspiele und Tierschutzunterricht, als Lager für Heu und Stroh, für Vereinsfeiern. Sogar einen Gottesdienst für Mensch und Tier könnten wir dort prima ausrichten. In der Nacht zum Mittwoch versuchten wir also das alte Scheunentor notdürftig zu stabilisieren. Wir hoffen, dass es noch so lange hält, bis ein neues fertig ist. Eigentlich wollten wir das erst im Sommer anfertigen lassen. Die Bausubstanz bröselt an mehren Stellen und wir können nicht überall gleichzeitig sein. Nun lässt sich das Tor nicht mehr öffnen und wird einem weiterem Unwetter kaum mehr standhalten.

Vielen herzlichen Dank unseren unverdrossenen Ehrenamtlichen, die selbst nachts den Telefonhörer abnahmen, zum Noteinsatz anrückten und halfen, die Esel in Sicherheit zu bringen und notdürftige Reparaturen durchzuführen!

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