A-f-T > Unsere Tiere > Einblicke > Mister X - unser Neuzugang! - Oktober 2009

Mister X - unser Neuzugang!

Oktober 2009

 

tl_files/_aft/bilder/tiere/Hunde/MisterX/MisterX_2009-10-28_4.JPGMister X ist eine gelungene Mischung zwischen einem Australian Shepherd Dog und einem Neufundländer. Er stammt aus einem Tierauffanglager in Kroatien. Dort steckt der Tierschutz noch in den Kinderschuhen und jedes deutsche Tierheim ist ein Palast gegen den „Lebensraum“ der Tiere dort. Ein Haus gibt es nicht, nur ein umzäuntes Areal auf dem sich viel zu wenig Unterschlüpfe für viel zu viele Hunde befinden. Mister X ließ sich nicht anfassen. Er hat links ein verletztes Auge, was aber nie untersucht wurde, da man es nicht schaffte, an ihn heranzukommen und da es dort auch keine tierärztliche Versorgung, wie in deutschen Tierheimen gibt. Die Tiere können froh sein, wenn sie Futter bekommen. Der große, kräftige Hund galt als schwierig und nicht vermittelbar. Wir vereinbarten mit dem Verein Menschen für Tierrechte Würzburg, der dort zu helfen versucht, ihn zu übernehmen, und holten ihn direkt nach seiner Ankunft nachts in Fulda ab. Sein „Parfüm“ war unbeschreiblich!

 

Noch in derselben Nacht wurde bei „Stinki“ die erste Milben- und Flohbehandlung durchgeführt. Am nächsten Tag stand ein Vollbad und eine umfassende Blutuntersuchung auf dem Programm. Alles vorsichtig mit Maulkorb, so dass wir uns voll und ganz darauf konzentrieren konnten, das 30 kg-Kraftpaket zu bändigen, ohne Gefahr zu laufen, gebissen zu werden. „Stinkis“ Gegenwehr wurde dann auch stündlich weniger und bereits nach vier Tagen konnten wir alles ohne Maulkorb mit ihm machen.

 

Da die Vereinsmitglieder sich bislang nicht auf einen Namen für „Stinki“ einigen konnten, heißt er vorläufig „Mister X“. Mister X musste kastriert werden, damit er hier mit den unkastrierten Hündinnen zusammenleben kann, sein Gebiss musste in Ordnung gebracht und sein Auge untersucht werden. Sein linkes Auge wird wohl irgendwann entfernt werden.

 

Jetzt muss Mister X erst einmal lernen, mit den anderen Hunden Spaß zu haben und die vielen Katzen in Ruhe zu lassen. Außerdem stehen ein paar Grundsignale auf dem Stundenplan.

 

Vor allem sucht er natürlich eine Patin oder einen Paten, die uns bei seiner Versorgung finanziell helfen und vielleicht sogar Lust haben, ihn persönlich kennen und lieben zu lernen.

Zurück