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Argumente und Bürgerwille ignoriert

Pressemitteilung vom 13. Juni 2017

Proteste gegen Ponykarussell gehen weiter 

„Bei den Mehrheitsverhältnissen im Ausschuss war das Ergebnis wahrscheinlich. Trotzdem hatten wir gehofft, dass einzelne CDU-Politiker Zivilcourage zeigen und sich auch einmal für Tiere engagieren. Ich selbst kenne CDU-Wähler, die konkret das mangelnde Tierschutzengagement der Partei rügen“, sagt Astrid Reinke, Vorsitzende von Achtung für Tiere e.V. Das flammende Plädoyer der CDU für Ponykarussells passe ins Bild. Immer wieder scheue die Partei, die den Begriff „christlich“ explizit im Namen führt, Tierschutz wie der Teufel das Weihwasser. „Die erdrückenden Argumente für Kirmes ohne Ponyleid wurden komplett ignoriert. Doch gerade in der jungen Generation entwickelt sich ein starkes Tierschutzbewusstsein. Langfristig werden die Parteien, die den Tierschutz heute immer noch blockieren, den Wertewandel weg von Grausamkeit gegen Tiere nicht verhindern.“ 

Äußerst befremdlich fanden die Tierschützer Einlassungen seitens Frau Lang, Schaustellerchef Schneider solle ein Konflikt mit einem Schausteller erspart werden. „Auch innerhalb der Schaustellergemeinschaft ist die Kontroverse längst im Gang. Immer wieder sprechen uns Schausteller an, die das Ponykarussell ablehnen“, berichtet Reinke. Aber schon 2016 habe sich die Vertreterin der Stadtverwaltung hinter den Ponykarussellbetreiber und dessen „freiwillige Selbstkontrolle“ in Sachen Tierschutz gestellt. 

„Wir haben noch nie lebensfrohe Pferde auf der Kirmes gesehen. Empfindsame Lauf- und Fluchttiere, die sich stundenlang im immer gleichen Kreis drehen müssen, bewegen sich nur noch wie Maschinen.“ Wer das nicht erkenne, der sei blind für Wesen und Leid von Tieren, so die Tierärztin. „Die Politiker hatten die Wahl, vernünftig und moralisch zu handeln. Die wurde unserer Auffassung nach von einer knappen Mehrheit klar vertan. Aber jeder Bürger kann helfen. Jeder, der für unsere Mahnwache den Daumen hob, sollte mindestens einen anderen auf die Gefahren im Ponykarussell aufmerksam machen und auf das Signal an Kinder, Tiere seien Nutzgegenstände.“ Die traurige Situation der Pferde sei deutlich, sie müsse nur angesprochen werden. Achtung für Tiere werde an jedem Tag, an dem sich Ponys auf der Kirmes drehen müssten, mit einer Mahnwache vor Ort sein.

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