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"Frau Grotelüschen, treten Sie zurück!"

Mahnwache in Hannover

Zwei unserer Mitglieder nahmen am 10. November 2010 an einer Mahnwache vor dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium teil. Das Ministerium steht seit April 2010 unter der Leitung von Astrid Grotelüschen, die in dieser Funktion auch für den Tierschutz in Niedersachsen zuständig ist. Die Kombination der Zuständigkeiten für landwirtschaftliche Interessen und Tierschutz birgt einen grundsätzlichen Konflikt, der sich im Fall Grotelüschens noch entscheidend verschärft: Report Mainz berichtete (Sehen Sie hier >> den Beitrag vom 9.8.2010) Anfang August über die Geschäftsbeziehungen der Puten-Brüterei ihres Ehemannes zu Mastbetrieben, in denen tierquälerische Zustände dokumentiert worden waren1. Bis in das Jahr 2010 arbeitete Astrid Grotelüschen zudem selbst im Familienbetrieb2. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Mahnwache forderten darum von der Ministerin: Zurücktreten wegen Befangenheit!
 
Wie Astrid Grotelüschen auf die Berichterstattung reagierte, sehen Sie hier: Leugnen, Tricksen, Täuschen >> (Report Mainz, 30.8.2010).
 
Nach unserer Schätzung versammelten sich etwa 70 Menschen vor dem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, das im Laufe der Veranstaltung symbolisch umbenannt wurde: „Ministerium zur Förderung der tierquälerischen Massentierhaltung und zur Unterstützung der Agro-Industriellen“. Fernsehen und Zeitungen dokumentierten die gesamte Veranstaltung, interviewten Organisatoren und Teilnehmer.
 
Maria Groß vom Verein Tier und Mensch würdigte in ihrem Schlusswort die Veränderung in den Köpfen vieler Menschen und stellte, auch mit Blick auf die Teilnehmerzahl an diesem regnerischen Mittwochvormittag, fest: „Die Menschen sind wach geworden.“
 
2 ebenda

Am Freitag, den 17.12.2010, trat die Ministerin zurück.

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