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Hannover: Demonstration für Tier- und Umweltschutz

Am 17. April fand unter der Überschrift „Erhebe Deine Stimme“ in Hannover eine Demo für Tier- und Umweltschutz statt. Themen waren Tierversuche, Jagd, Massentierhaltung, Schlachtung, Delphinarien, Pelzfarmen, aber auch der Umgang mit Haustieren. Auf dem Steintorplatz hatten eine Menge Vereine Infostände aufgebaut. Wenn es auch äußerst motivierend war, die Vielzahl der Stände und Organisationen wahrzunehmen, so muss doch selbstkritisch bemerkt werden, dass wir hier während des ganzen Tages und auch während der Kundgebungen weitgehend unter uns waren.

Gut 400 Demonstrierende waren zusammen gekommen. Mit Transparenten, Fahnen, Schildern, Lautsprecher- und Videowagen und vielen interessanten Ideen, die auf unsere Anliegen aufmerksam machten, zogen wir ab 12.30 Uhr durch Hannover. Der Demonstrationszug war entsprechend lang und auffällig. Damit konnten wir viele Passanten auf die Leiden der Tiere aufmerksam machen. Diejenigen unter uns, die schon 30 oder mehr Jahre dabei sind, fühlten sich an alte Zeiten erinnert: Damals war es keine Seltenheit, dass hunderte von Menschen ihre Wochenenden nutzten, um lautstark und oft unter enormem Krafteinsatz für Tiere zu demonstrieren.

Die Veranstaltung war gut organisiert. Der Gang durch die Innenstadt mit einigen Zwischenstopps funktionierte reibungslos und wir konnten viele Flugblätter verteilen. Am Ende gab es interessante vegane Leckereien zu essen.

Generell scheinen mir allerdings zwei Dinge bedenkenswert:
Erstens: Wie kann man es organisieren, dass wir auch auf dem Sammelplatz mit den Informationsständen nicht abgeschottet unter uns bleiben? Wir freuen uns zwar Gleichgesinnte zu treffen, wollen ja aber vor allem auch die Menschen erreichen, die noch nicht über all das Tierleid Bescheid wissen.

Außerdem erscheint die Zahl der 400 Teilnehmenden zwar auf den ersten Blick und im Vergleich zu anderen Tierschutz-Demonstrationen hoch. Allerdings ist sie verschwindend gering im Vergleich zu Demonstrationen für andere Anliegen und angesichts der Masse der Tierversuchs- Jagd- Massentierhaltungs- und anderer Gegner des Tierleides. Wie können wir erreichen, dass Menschen für Tiere aktiv werden?

Wir bekommen viel Lob für unsere Arbeit. Doch weiß jeder, dass es mit Lob nicht getan ist, sondern dass es für die Tiere umso schneller besser wird, je mehr wir sind und je mehr gute Aktionen wir auf die Beine stellen. Auch wer nicht täglich viele Stunden unbezahlt Tierschutzarbeit machen will weiß, wie wichtig die Mitwirkung jedes Einzelnen ist – auch bei punktuellen, überschaubaren Aktionen. Die Zahl derjenigen, die die Facetten täglichen Tierleides kennen und entschieden dagegen sind, ist riesig. Wie können wir sie motivieren, dieses „Dagegensein“ in eigene Aktivität umzusetzen. Wenn nur 10% aller Menschen, die Tierquälerei ablehnen, Samstag in Hannover gewesen wären, dann wäre Hannover aus allen Nähten geplatzt.

Wir erleben dauernd, dass selbst ein Händchen voll aktive Tierfreunde, manchmal sogar Einzelne, sehr viel in Bewegung bringen. Nicht auszudenken, was wir für die Tiere bewegen könnten, wenn sich wirklich viele Tierfreunde aufraffen würden.
Hier einige Eindrücke von der Veranstaltung:

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