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Ein bisschen Schutz für heimatlose Katzen

tl_files/_aft/bilder/themen/Katzenhilfsaktion_2014/Katzenhilfsaktion-2014-01_019.JPGFast auf einen Schlag waren wir in den ersten Wochen des neuen Jahres um 5 Katzen „reicher“. Eine Gruppe heimatloser sich vermehrender Katzen in einem kleinen Wäldchen zwischen Industrieanlagen in Gütersloh war schon im Spätsommer 2013 zuerst dem örtlichen Tierheim und dann Achtung für Tiere e.V. gemeldet worden. Wir berieten die Anruferin, mussten sie aber an das Tierheim und das Ordnungsamt zurück verweisen, nicht ohne auch selbst die entsprechenden Stellen darauf hinzuweisen, dass die Verschärfung der Situation  programmiert war. Ein Jungtier und eine ältere Katze sollen daraufhin gefangen worden sein. Anschließend fing eine Privatperson  Katerchen Miu und brachte ihn an einem Freitag spätabends zu uns. Wir versorgten das Kleine und es gelang, ein gutes Zuhause für Miu zu finden (Wir berichteten in Mit Herz und Pfote 2013/2014).
Zur Jahreswende waren an der gemeldeten Stelle immer noch fortpflanzungsfähige Katzen unterwegs, unter anderem die Mutter des Frühjahrswurfes. Wie vorauszusehen war, war inzwischen eine weitere Generation geboren worden. Die nächsten Schwangerschaften und damit die Vergrößerung des Katzenelends standen unmittelbar bevor, und Abhilfe war nicht in Sicht.
Wir begannen eine Hilfsaktion für die Katzen.

Hilfsaktionen für Minitiger
tl_files/_aft/bilder/themen/Katzenhilfsaktion_2014/Katzenhilfsaktion-2014-01_002.JPGTäglich spätabends, frühmorgens und manchmal mitten in der Nacht war Astrid Reinke in den letzten Wochen mit Fallen unterwegs. Sie konnte Mius Mutter Mausi und eine weitere Katze fangen, Mona, die ebenfalls bereits Nachwuchs gehabt hatte. tl_files/_aft/bilder/themen/Katzenhilfsaktion_2014/Katzenhilfsaktion-2014-01_006.JPGDie Dame, die Miu gefangen hatte, hatte sich draußen um die Tiere gekümmert, weshalb sie zwar Flöhe und Würmer hatten, aber ausreichend ernährt waren. Vom letzten Wurf hat leider nur ein Welpe, Kobold, bis jetzt überlebt. Die Versuche, auch ihn zu fangen, dauern an.

Einen kastrierten Kater, der uns ebenfalls in die Falle ging und vorübergehend bei uns wohnte, tauften wir Tiger, nicht nur wegen seiner Fellzeichnung, sondern auch, weil sein Kampfgeist locker für eine Großkatze gereicht hätte…

tl_files/_aft/bilder/themen/Katzenhilfsaktion_2014/Katzenhilfsaktion-2014-01_004.JPGAuf der Suche nach einem Tierschutzhof lief uns auf unbewohntem Gelände ein scheuer, stark abgemagerter Kater über den Weg. Nach zwei Tagen konnten wir ihn einfangen. Natürlich war auch er fortpflanzungsfähig…

Sylvie – unser Silvester-Neuzugang ► – hat derweil einige gesundheitliche Probleme offenbart, legt aber auch überraschende Talente an den Tag. Darüber berichten wir in Kürze.

Von links nach rechts: Mona, Mausi, Sylvie, Max, Tiger.

tl_files/_aft/bilder/themen/Katzenhilfsaktion_2014/Katzenhilfsaktion-2014-01_021.JPGtl_files/_aft/bilder/themen/Katzenhilfsaktion_2014/Katzenhilfsaktion-2014-01_031.JPGtl_files/_aft/bilder/themen/Katzenhilfsaktion_2014/Katzenhilfsaktion-2014-01_035.JPGtl_files/_aft/bilder/themen/Katzenhilfsaktion_2014/Katzenhilfsaktion-2014-01_025.JPGtl_files/_aft/bilder/themen/Katzenhilfsaktion_2014/Katzenhilfsaktion-2014-01_013.JPG

Ein bisschen Schutz
tl_files/_aft/bilder/themen/Katzenhilfsaktion_2014/Katzenhilfsaktion-2014-01_045.JPGWir isolierten die scheuen Katzen zunächst so gut es bei uns geht, entflohten, entwurmten und päppelten sie, ließen sie tierärztlich versorgen und drei von ihnen kastrieren. Nachdem wir für sie getan haben, was uns möglich ist, setzen wir die Tiere, wenn sie niemand sonst aufnehmen kann, wieder an den Fangort zurück – aber nicht schutzlos. Wir bauen ihnen gerade wetterfeste, isolierte Katzenhütten, die wir regelmäßig kontrollieren und reinigen.

tl_files/_aft/bilder/themen/Katzenhilfsaktion_2014/Katzenhilfsaktion-2014-01_041.JPGDer Prototyp des Katzen-Unterschlupfs basiert auf Erfahrungen mit unseren Katzen. Die Katzenhütte hat einen Eingang und einen Fluchtweg, isolierte Wände und einen Vorraum, damit sie innen windgeschützt ist. Das überhängende Dach ist mit Dachpappe gedeckt.

Kater Tiger hat sein Revier inzwischen wieder bezogen und wird dort gefüttert. Mona und Mausi sind aus unseren geheizten Räumen bei der Katzenfreundin untergekommen, die sie entdeckt hat.  Wenn es draußen wärmer wird, können sie ihre eigenen Hütten beziehen – die Jugendgruppe wird bis dahin fleißig werkeln! Alle Katzen bekommen in ihrem angestammten Revier Futter.

tl_files/_aft/bilder/themen/Katzenhilfsaktion_2014/Katzenhilfsaktion-2014-01_016.JPGAuch Kater Max ist inzwischen wieder auf seinem Hof, wo wir ihm fürs Erste einen Rückzugsort eingerichtet haben. Abwechselnd mit den Hofeigentümern, die nicht dort wohnen, werden wir ihn nun füttern. So wird Max ab jetzt von mehreren Menschen im Auge behalten.

Haustier Katze
Um es ganz deutlich zu sagen: Es ist nicht richtig, dass Haustiere draußen und ohne die Zuwendung leben müssen, die sie infolge ihrer Domestikation durch uns Menschen eigentlich benötigen. Doch unsere aktuelle Hilfe für die heimatlosen Katzen ist die derzeit einzig machbare – und sie verbessert deren Lebenssituation deutlich! Da wir kein Tierheim betreiben, erhalten wir auch keine Förderung, um Tiere vorübergehend aufnehmen zu können. Noch mehr und dazu in der Betreuung aufwendige Tiere können wir nicht versorgen. Doch wir haben die Vermehrung von Tierleid stoppen können. Allein die beiden erwachsenen Kätzinnen und ihre künftigen Töchter hätten 2014 weit über 100 weitere Katzen gebären können. Die kastrierten Tiere werden regelmäßig gefüttert, wir erfahren, wenn sie kränkeln und können dann eingreifen. Und sie bekommen einen wetterfesten Schutzraum.

Presseartikel zur Aktion ►

Helfen 

 

Danke allen aktiven Helfern
Vereinstiere und Gäste lebten in den letzten Wochen auf engstem Raum. Es musste gereinigt und desinfiziert werden, was das Zeug hielt und unsere Gäste waren mehrheitlich nicht handzahm, sondern zumindest ausgesprochen ängstlich und zum Teil angstaggressiv. Wir mussten unsere Tiere unter Flohschutz stellen – ein mühsames und teures „Vergnügen“. Teilweise extrem kampfbereite menschenscheue Minitiger wurden zum Tierarzt gefahren, gepäppelt usw. Dank einer glücklichen Fügung standen uns just in dieser Zeit zwei junge Leute, unsere Praktikanten Judith und Philipp, ehrenamtlich zur Seite, und Yvonne Herzig Rother sprang immer wieder ein. Ein Besuch in der Tierklinik schlägt ja nicht nur mit vielen Euro sondern auch schnell mal mit etlichen Stunden zusätzlich zu Buche. Achtung für Tiere-Mitglied Nicole Tiesler und ihr Ehemann André bauten derweil den Prototyp unserer Katzenhütten.
Vielen Dank allen aktiv Beteiligten!!!

Update: Letzte Katze der Gruppe kastriert

BieneVermittlung
- Kastrationsaktion erfolgreich abgeschlossen -
 
Mit der scheuen kleinen Biene ging uns die letzte der unkastrierten Katzen, die sich in einem Wäldchen zwischen Industrieanlagen durchschlugen, in die Falle. Biene ist inzwischen kastriert. Ebenso wie den scheuen Kater Max würden wir sie gerne vermitteln. Lernen Sie Biene ► und Max ► kennen.

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