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Pferdehaltung in Deutschland

tl_files/_aft/bilder/themen/Tierschutzaktionen/Tierschutzfaelle/Notfall-Pferde_5.JPGMitten in der Vorbereitung unserer Zirkusaktionen und des Kirchentags erreichte uns ein Notruf: Pferde verhungern unter den Augen der Behörden! In einem viele Kilometer entfernten Ort ständen seit Monaten (oder Jahren?) 4 Araber in völlig verdreckten Boxen – alle seien abgemagert und vernachlässigt. Angeblich könne der Besitzer die Tiere wegen finanzieller Probleme schon seit langer Zeit nicht mehr regelmäßig füttern. Manchmal fehlte auch Wasser. Die Tiere hätten auch keinen Weidegang. Der zuständige Amtsveterinär kenne den Fall seit Monaten.
tl_files/_aft/bilder/themen/Tierschutzaktionen/Tierschutzfaelle/Notfall-Pferde_1.JPGIrgendwie haben wir dann auch noch viele Stunden abgezwackt, um zweimal dort hinzufahren, etliche Gespräche zu führen, alles bildlich zu dokumentieren, Berichte zu verfassen, eine Strafanzeige zu erstatten und hartnäckig beim zuständigen Veterinäramt nachzuhaken. Das zeigte Wirkung: nach etwa 14 Tagen wurden die Tiere vom Veterinäramt beschlagnahmt.
 
Dieser Fall macht verschiedenste Probleme im Bereich privater Tierhaltung deutlich: die Langfristigkeit der Verpflichtung, die man mit einem tl_files/_aft/bilder/themen/Tierschutzaktionen/Tierschutzfaelle/Notfall-Pferde_10.JPGTier übernimmt, und die grundsätzliche Problematik der Überwachung durch das Veterinäramt sind nur zwei Beispiele.
 
Fast täglich erhalten wir, unterschiedlich fordernd formuliert, Anfragen, uns um Tierschutzfälle zu kümmern. Oft wird übersehen, dass wir als Tierschutzorganisation keinerlei hoheitliche Kompetenzen bei der Überwachung von Tierhaltungen haben, und zudem unsere gesamte Tierschutzarbeit ehrenamtlich, neben Beruf und Alltag leisten. Meist weisen wir daher korrekterweise auf die Zuständigkeit des örtlichen Veterinäramtes bzw. der Polizei hin.
tl_files/_aft/bilder/themen/Tierschutzaktionen/Tierschutzfaelle/Notfall-Pferde_4.JPGIn diesem Fall aber war zu erkennen, dass engagierte Personen vor Ort Hilfe dabei brauchten, den Behörden die Dringlichkeit der Sache klarzumachen. Wir hatten die begründete Hoffnung, hier helfen zu können und dabei von den bereits aufmerksam gewordenen Personen unterstützt zu werden.
 
Wir danken den Menschen, denen die verhungernden Pferde aufgefallen sind und die sich entschlossen haben, nicht wegzusehen, sondern den hilflosen Tieren beizustehen. Sie haben mit Hinweisen zur Vorgeschichte, eigenen Beobachtungen und Nachfragen bei den Behörden ganz wesentlich zur Rettung der Pferde beigetragen.

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