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Tierschutzlehrerausbildung geht ins zweite Jahr

Tierschutz in die Schule„Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde mich erinnern. Lass es mich erleben, und ich werde es verstehen.“ Unter diesem Motto begann am vergangenen Wochenende der zweite Durchgang der Tierschutzlehrerausbildung an der Akademie für Tierschutz  in Neubiberg. Die Akademie ist ein Projekt des Deutschen Tierschutzbundes.
Insgesamt fünf Module sind den Themen Heimtiere, Schule & Lernen, Tier & Mensch, Tiere in der Landwirtschaft und Wildtiere gewidmet. Am ersten Wochenende ging es um die Heimtiere. Mithilfe von Rollenspielen und körperlichen Aktivitäten, erlebten die Teilnehmenden, dass sich eigene Erfahrungen besser einprägen, als nur Erzähltes oder Gesehenes. Sie schlüpften z.B. in die Rolle eines verängstigen Meerschweinchens, dass von Riesenhänden aus Schaumstoff bedrängt wird, oder in jene eines einsamen Kaninchens im Käfig. Dann wieder bewegten sie sich selbstbestimmt fröhlich durch den Raum.

Mit Spaß und Spiel sollen die Kinder den Tierschutzunterricht erleben und so neugierig gemacht werden auf Tiere und Tierschutz. Es geht darum, jungen Menschen Wissen über die Bedürfnisse von Tieren zu vermitteln und Situationen, in denen Tiere leiden, bewusst zu machen. Das fängt beim vernachlässigten Hamster im Kinderzimmer an und hört bei der Tierhaltung in der Landwirtschaft noch nicht auf. Auch die kindgerechte Auseinandersetzung mit Tierversuchen soll noch behandelt werden. Gerade bei Themen, die für Jung und Alt Schrecken bereithalten, dürfen Kinder nicht allein gelassen werden. Vielmehr können Erwachsenen sie bei der Aufarbeitung belastender Tatsachen unterstützen und dabei ihre Betroffenheit in sinnvolle eigene Aktivitäten zu verwandeln. Das wirkt Ohnmachtsgefühlen entgegen und fördert Kompetenzen, die für das ganze Leben wichtig sind.

Tierschutz kann bereits zuhause und vor der eigenen Haustür anfangen, und auch Kinder können Tierleid oft schon selbst mindern. Diese Erfahrung stärkt sie und macht ihnen bewusst, dass sie selbst die Welt für Tiere besser machen können. So, wie viele einzelne Wassertröpfchen zu einem reißenden Strom anschwellen können, können viele einzelne Menschen bewirken, dass das erlaubte Tierleid abgeschafft wird. Absolventinnen und Absolventen der Tierschutzlehrerausbildung haben das gemeinsame Ziel, Multiplikatoren zu werden für eine bessere Welt für Mensch und Tier und sie bekommen Mittel an die Hand, altersangemessen mit Kindern zu arbeiten.

Konsequent und zukunftsweisend war auch, dass die Küche die Teilnehmer mit leckeren vegetarischen Speisen und veganen Gerichten verwöhnte und flexibel darauf reagierte, dass der Bedarf an veganem Essen deutlich größer war, als zunächst angenommen.

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