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Was hat Fleischessen mit dem Regenwald zu tun?

Um diese Frage ging es beim Tierschutzunterricht in einer Münchner Schule, den unsere Schatzmeisterin Dr. Martina Kuhtz-Böhnke als Beitrag zur Nachmittagsbetreuung von Erst- und Zweitklässlern abhielt. Es sollte um Schweine gehen, und Ziel des Besuchs unserer Tierschutzlehrerin war, die sehr jungen Kinder und deren Eltern dafür zu sensibilisieren, dass der für viele Menschen selbstverständliche Konsum von (Billig-) Fleisch für Menschen und Tiere schlimme, oft unbekannte Folgen hat. Zu vermitteln, dass davon nicht nur die Schweine bei uns, sondern auch viele Tiere und Pflanzen im Regenwald betroffen sind, kann helfen, einen größeren Adressatenkreis zu erschließen.

Die Grausamkeiten der Tier-„Produktion“ und der Schlachthäuser können wir im Rahmen der Nachmittagsbetreuung von Grundschülern nicht zur Diskussion stellen. Für diese Altersgruppe bieten wir die Bildergeschichte über das Regenwaldmädchen Camilla an, die für eine Kinderuni-Vorlesung zum gleichen Thema entstand. Camilla entdeckt darin nach und nach, dass der Regenwald stirbt, weil Platz für Soja benötigt wird. Mit den vielen Sojapflanzen werden Schweine gefüttert, die Menschen essen.

So etwas ist für Kinder überraschend. Die Erst- und Zweitklässler hörten gespannt zu, welche Auswirkungen das Essen von Fleisch für Mensch und Tier haben kann. Beim Vergleichen eines herkömmlichen Ferkelstalls mit der Freilandhaltung von Schweinen erkannten alle schnell, dass die klugen und lustigen Tiere in der Massentierhaltung extrem wenig Platz haben. In der Pause lernten die Kinder leckere vegane Aufstriche kennen, die Martina Kuhtz-Böhnke für sie auf Broten angerichtet hatte. So erfuhren sie ganz anschaulich, dass man lecker und sehr gesund essen kann, ohne dass Tiere dafür leiden und sterben.

Nach einem solchen Nachmittag erwarten wir nicht, dass alle Familien der teilnehmenden Kinder vegan werden. Wir erhoffen vielmehr, Wissen über die Zusammenhänge zu vergrößern und selbstständiges Nachdenken über Tiere und Ernährung zu fördern. Während des Besuchs von Frau Dr. Kuhtz-Böhnke und aus späteren Rückmeldungen wurde deutlich, dass die Kinder viel Spaß hatten. Einige Kinder schrieben uns, dass sie nun z.B. seltener Fleisch essen oder dass sie keine Wurstbrote mehr wegwerfen wollen, denn dann wären die Tiere ja „umsonst“ gestorben.

An diesem Nachmittag konnten wir auf einige wichtige Probleme und Alternativen zum Fleischessen aufmerksam gemachen. Tierschutzunterricht, bereits bei sehr jungen Kindern, ist eine wichtige Möglichkeit, einen Anfang für das Nachdenken über das Leben von Tieren unter menschlichem Einfluss zu machen. Diese wichtige Aufgabe hilft, zukünftiges Tierleid zu verhindern. Unterstützen Sie uns dabei! Bitte helfen Sie Achtung für Tiere mit Ihrer Spende ►.

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