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Im Zeichen der Mitgeschöpflichkeit

Einträchtig feiern Mensch und Hund den zweiten Waldgottesdienst mit Tieren

Noch mehr Hunde als im letzten Jahr hatten ihre Menschen begleitet: und wieder präsentierten sich alle ausgeglichen und freundlich – beim zweiten Gottesdienst für Tier und Mensch, den Pfarrer Armin Piepenbrink-Rademacher am 13. Juni 2010 in der Bielefelder Waldkirche hielt.

Wiedersehen in der Waldkirche

Alle? Nun ja, … Bilbo fand doch alles einfach zu aufregend – und machte sich lautstark Luft. Wir wollen es ihm nachsehen: Da er im letzten Jahr um diese Zeit noch menschenlos und hundearm in einem Zwinger lebte, war es für ihn schließlich das erste große Ereignis mit großem Publikum..

Nicht so für viele der Besucher: etliche kannten das Konzept „Gottesdienst für Mensch und Tier“ schon aus dem letzten Jahr und es hatte ihnen offensichtlich so gut gefallen, dass sie auch dieses Mal, trotz unsommerlich niedriger Temperaturen, wieder dabei sein wollten.

Wie bei den Christvespern im letzten Jahr, bei denen auch wir mitwirken durften, sorgte der Altstädter Bläserkreis unter der Leitung von Hartmut Sturm für die musikalische Gestaltung. Das gemeinsame Singen von Liedern wie z.B. "He´s got the whole world in his hand", "Du hast uns Deine Welt geschenkt", "Jeder Teil dieser Erde" und andere, begleitet von den Klängen der Blechbläser und teilweise auch der Gitarre, war für viele sichtlich ergreifend.

Gütersloher Tierschutz-AG wieder mit von der Partie

Mit beeindruckender Ausdrucksstärke führten Joanna, Stefanie und Aylin von der Tierschutz-AG der Gütersloher Anne Frank Schule ein eigens für diesen Anlass entstandenes Stück vor, in dem sie Fragen über die Mensch-Tier-Beziehung, insbesondere Tierversuche, aus der Sicht von Maus, Katze und Mensch aufwarfen. Ausschlaggebend für die Themenwahl war die neue EU-Tierversuchsrichtlinie. Stefanie sprach den Zuhörern als „Katze“ Mut zu: „Ich glaube, dass es genug liebevolle, starke und mutige Menschen gibt, die für uns sprechen werden und eines Tages für uns Tiere Gerechtigkeit schaffen. Dann werden die Menschen - unsere Mitgeschöpfe - auch unsere Freunde werden. Dann können wir alle miteinander in Frieden leben.“

Neue Ideen wurden gerne angenommen

Der Gedanke der Mitgeschöpflichkeit fand seinen Niederschlag auch in einem alternativen Glaubensbekenntnis, das die Gottesdienstbesucher an diesem Tag gemeinsam sprachen.

Ausgesprochen positiv angenommen wurde die Idee, das Verbindende zwischen Menschen und Tieren im Gottesdienst mit einer besonderen Geste zum Ausdruck zu bringen: es wurden kleine Happen Brot mit veganem Aufstrich herumgereicht, die Menschen und Hunde ausgesprochen lecker fanden.

Da der Gottesdienst für Mensch und Tier erneut so viele tierliche und menschliche Besucherinnen und Besucher aus verschiedenen Teilen von OWL anzog, soll er zu einem alljährlichen sommerlichen Erlebnis werden.

Ausblick auf den Kirchentag für Mensch und Tier

Nachdem wir nun schon fast zwei Jahre lang so harmonisch und erfolgreich mit Pfarrer Piepenbrink-Rademacher von der StadtKirchenArbeit Bielefeld zusammenarbeiten, haben wir uns für dieses Jahr noch eine weitere gemeinsame Aufgabe vorgenommen. Wir werden beim ersten Kirchentag für Mensch und Tier in gleicher Besetzung, also auch unter Mitwirkung der Tierschutz-AG der Anne-Frank-Schule, einen Tierschutz-Jugend-Workshop und einen Familiengottesdienst anbieten. Außerdem ist Achtung für Tiere e.V. mit einem Infostand vertreten.

Wir danken Pfarrer Piepenbrink-Rademacher dafür, dass er „seine“ Kirche immer wieder für die Tiere öffnet – ob sie nun selbst beim Waldgottesdienst mitwirken, oder unsere Verantwortung für sie im Gottesdienst vielseitig, einfühlsam und selbstkritisch ins Bewusstsein gerufen wird.

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