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3 Millionen sprachlose Opfer ...

... geben wir ihnen unsere Stimme!
 
Tag zur Abschaffung der TierversucheAm 24.04. jährt sich wieder einmal der „Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche“. Dieser Gedenk- und Aktionstag wurde 1979 in Großbritannien ins Leben gerufen. Leider hat sich für die Tiere in den Laboren seitdem wenig verbessert. Politik und Wissenschaft versprechen viel und halten wenig. Tierversuche werden im Geheimen durchgeführt, wir sollen sie nicht sehen. Ihre Durchführung wird nicht überwacht. Es steht im Ermessen des einzelnen Tierexperimentators, ob und ggf. wie er seine Versuche veröffentlicht. Deren Nutzen wird ständig lautstark beschworen, doch nie bewiesen. In kaum einem anderen Bereich existiert so wenig Transparenz wie bei Tierversuchen. Tiere können sich weder in unserer Sprache artikulieren, noch können sie sich wehren – das macht ihren Missbrauch leicht.

Seien Sie dabei: Zeigen Sie Ihre Solidarität mit wehrlosen Tieren!

Tag zur Abschaffung der TierversucheRegelmäßig finden wir uns in Gütersloh und Bielefeld zu Demonstrationen gegen Tierversuche und einer Mahnwache für deren Opfer – rund 3 Millionen getötete Tiere jährlich, allein in Deutschland – ein. Zeigen Sie Ihre Solidarität mit den schutz- und wehrlosen Tieren in den Laboren und nehmen Sie an unseren Aktionen teil! Wo und wann wir uns das nächste Mal zusammenfinden erfahren Sie hier ►

Gefährliche Scheinsicherheit durch Tierversuche

Tag zur Abschaffung der TierversucheLaut der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) fallen 92 Prozent der Medikamente, die sich im Tierversuch als wirksam und sicher erwiesen, bei der klinischen Prüfung durch, da sie beim Menschen keine oder eine unerwünschte Wirkung zeigen. Aber Tierversuche sind ein internationales und lukratives Geschäft und sie erfahren gigantische steuerliche Subventionierung. Beweise, dass sie Menschenleben retten werden aber weder von Politik noch von der Wissenschaft selbst verlangt. Warum nicht?

Unter dem Deckmantel der sogenannten „Grundlagenforschung“ wird nahezu jeder Versuchsansatz genehmigungsfähig. Das wird so lange so bleiben, wie Entscheidungsträger den Eindruck haben, dass unsere Gesellschaft einen beliebigen Erkenntnisgewinn höher schätzt als den Schutz wehrloser Tiere vor Leiden. Auch das Profilierungs- und Geltungsbedürfnis der verantwortlichen Wissenschaftler spielt eine Rolle, denn deren Karrieren hängen wesentlich an vielen Veröffentlichungen.

Zurechtgestutzte Lebewesen

Tag zur Abschaffung der TierversucheWeltweit werden etwa 100 Millionen Tiere jährlich für „wissenschaftliche“ Zwecke gefoltert, geschnitten, verätzt, verstümmelt, vergiftet oder verstrahlt. Selbst wenn eine Operation zunächst in Narkose erfolgt, müssen die Tiere danach die qualvollen Auswirkungen bei vollem Bewusstsein ertragen. Beispiele für bekannt gewordene Tierversuche finden Sie in der Datenbank Tierversuche ►.

Kommerzielle Zuchtbetriebe bieten an, was das Forscherherz begehrt: Eine breite Palette genmanipulierter Tiere ist ebenso im Angebot wie chirurgische Dienstleistungen, also die Lieferung von Tieren, denen die Milz, Niere, Nebenniere, 70% der Leber oder- je nach Kundenwunsch - ein anderes Körperteil amputiert oder auch eingepflanzt wurde. Die Internetseiten solcher Firmen sind nichtssagend. Nur Insider haben Zugriff auf „Warenkataloge“ und Preislisten.

Obwohl die allein zukunftsweisende, tierfreie Forschung kaum Förderung erfährt und mit vergleichsweise ärmlichen Mitteln betrieben werden muss, liefert sie wesentlich überzeugendere Ergebnisse. Moderne Giftigkeitstests, für die kein Tier leiden muss, sind nur ein Beispiel.

Erfolge
 
WTag zur Abschaffung der Tierversucheir Tierversuchsgegner haben in den letzten Jahren viel erreicht. Seit einigen Jahren müssen Tierexperimentatoren sich für das, was sie Tieren antun, zunehmend öffentlich rechtfertigen. Sie bemühen sich inzwischen mit bunten Hochglanzbroschüren und Schulveranstaltungen um die Gunst von Jung und Alt. Dies war früher nicht nötig. Natürlich wird es noch dauern, bis Tierversuche abgeschafft sind, denn die tierexperimentelle Forschung arbeitet vor allem mit der Angst vor Tod und Siechtum. Menschen, die Angst haben, wagen es oft nicht skeptisch zu sein. Und es ist sehr viel Geld im Spiel. Aber es geht voran, unübersehbar. Jedes Jahr gibt es mehr Aktionen gegen Tierversuche und immer mehr junge Menschen lehnen sich dagegen auf.

Tag zur Abschaffung der TierversucheWohl kein Tierschutzproblem verlangt von uns so viel Durchhaltevermögen und Nervenstärke wie unser Eintreten gegen Tierversuche. Der beste Schutz für Tierexperimentatoren ist die Grausamkeit ihrer Versuche, denn selbst Tierfreundinnen und Tierfreunde, die Tierversuche ablehnen, werden mitunter nicht aktiv, weil sie die Gedanken an das Leid der Tiere scheuen. Ja, es ist grausam - und traurig! Aber das bleibt es auch, wenn wir es verdrängen. Und wenn wir es dauerhaft verdrängen würden, dann hätten die Tiere keine Chance. Wir sind es ihnen schuldig, dass wir lernen, mit dem Wissen um ihr Leid umzugehen, ohne selbst daran zu zerbrechen und stattdessen für sie zu kämpfen! Achtung für Tiere verdrängt nicht und sieht nicht weg. Helfen Sie uns dabei!

Mit Wissen gegen legale Tierquälerei

Achtung für Tiere informiert über Fakten und Hintergründe der Tierversuche, und wir vermitteln Wissen über Tiere. Damit beginnen wir früh. Ab der vierten Schulklasse sprechen unsere Tierschutzlehrerinnen altersangemessen mit Schulkindern auch über Tierversuche. Dabei ist uns vor allem wichtig, junge Menschen zum kritischen selbstständigen Nachdenken anzuregen. Wir sollten Dinge nicht einfach glauben, nur weil jemand mit einem Dr.-Titel sie uns erzählt. Und wir sollten uns immer auch fragen, welche eigenen Interessen diejenigen verfolgen, die Tierversuche verteidigen. Tierversuche sind ein Thema unserer Tierschutz-Ferienspiele und wir arbeiten in der Jugendgruppe ausführlich zu diesem Tierschutz-Problem.

Helfen Sie wehrlosen Tieren!

Tag zur Abschaffung der TierversucheBitte helfen Sie mit! Lassen Sie uns gemeinsam unseren Einsatz für hilflose Tiere in den Laboren fortsetzen. Unterstützen Sie unser Bemühen, vor allem junge Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema Tierversuche zu veranlassen, mit Ihrer finanziellen Hilfe. Vielleicht werden Sie selbst Tierschutzlehrer. Unterstützen Sie unsere vielfältige Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit . Und kommen Sie zu unserern Aktionen . Wir freuen uns auf die gemeinsame Aktion mit Ihnen!

Mitfühlen wollen wir mit unseren Freunden,
nicht indem wir jammern,
sondern indem wir uns um sie kümmern!
~ Epikur

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