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Vorstoß gegen Tierleid im Zirkus

Mit seiner Entschließung im März 2016 hat der Bundesrat zum wiederholten Mal die Bundesregierung aufgefordert, schleunigst das Halten von Tieren bestimmter wild lebender Arten in Zirkusbetrieben zu verbieten. Bereits 2003 und 2011 waren ähnliche Handlungsaufträge an die Bundesregierung ergangen, doch die versäumt es bisher, Taten folgen zu lassen. Obwohl für die Haltung von Tieren im Zirkus nur unverbindliche "Leitlinien" existieren, dokumentierten Amtstierärzte laut Auskunft der Bundesregierung aus dem Jahr 2014 bei der Hälfte ihrer Kontrollen Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen (http://www.tierschutzbund.de/news-storage/artenschutz/180316-bundesrat-entscheidet-ueber-wildtierverbot-im-zirkus.html).

Bedenkt man, wie wenig deutsche Gesetze die Tiere schützen und wie wenig sie Haltern und Nutzern abverlangen, werden verhältnismäßig oft Missstände im Zirkus registriert. Dass andererseits routinemäßig hingenommen wird, wenn Pferde oder Löwen im Zirkus in Käfige gesperrt werden, zeigt, wie schlecht es um den Schutz der Tiere bestellt ist. Kein Tier, auch nicht Pferd, Esel und Pony, kann im Zirkus seine natürlichen Bedürfnisse ausleben. Stattdessen leiden die Tiere unter permanenten Transportbedingungen, die außerdem eine wirksame Überwachung verunmöglichen. Bei Recherchen von Achtung für Tiere fielen oft Tierschutzverstöße auf, die Amtsveterinäre nicht beanstandet hatten, sondern erst durch unser Einschreiten untersuchten.

Schon 50 Städte in Deutschland haben ihre eigenen Verbote erlassen – teilweise bereits gerichtlich geprüft und bestätigt. Vielerorts wird Zirkussen mit bestimmten Tierarten keine öffentliche Fläche mehr zur Verfügung gestellt. Europaweit hinkt Deutschland schon fast 20 Ländern hinterher, die landesweite Verbote durchgesetzt haben (http://www.peta.de/VerbotWildtiereImZirkus).

Achtung für Tiere setzt sich weiter für das Ende von Zirkus mit Tieren ein. Bitte unterstützen Sie diese Arbeit auch weiterhin, bis kein Tier mehr im Zirkus leidet.

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