Zweiter Februar-Newsletter 2012

Inhalt:

Junger Tierschutz: Kinder-Uni und Jugendgruppentreffen

Tierschutz praktisch

Waldkatzen

Nachtrag zum letzten Newsletter

Termine

Mithelfen

Alle bisherigen Newsletter finden sich im Archiv

Junger Tierschutz: Kinder-Uni und Jugendgruppentreffen

Die Schatzmeisterin von Achtung für Tiere, Dr. Martina Kuhtz-Böhnke, Tierärztin, Tierschutzlehrerin und selbst Mutter von zwei Kindern, ergriff die Möglichkeit, im Rahmen der Kinder-Uni in Erding und Dorfen Grundschulkindern einen Einblick in das Thema Tierschutz zu geben. In ca. 50 deutschen Städten gibt es Kinderunis. Hier soll Kindern Wissenschaft einfach und verständlich vermittelt werden. Ziel ist es, Kinder für Wissenschaft zu begeistern und gleichzeitig an den Hochschulen mehr Verständnis für die Wissensvermittlung zu wecken. Oft werden die Vorlesungen für Kinder im Grundschulalter angeboten. Die Referenten halten ihre Vorträge ehrenamtlich.

Unter der Überschrift »Warum hat Salami etwas mit dem Regenwald zu tun?« erläuterte die Tierärztin aus dem Achtung für Tiere-Vorstand die Problematik der landwirtschaftlichen Tierhaltung in Verbindung mit der Abholzung des Regenwaldes zum Futtermittelanbau.

Die Jugendgruppe von Achtung für Tiere ist weiterhin namenlos, dafür aber hoch aktiv. Hier ein paar Bilder.

Tierschutz praktisch

Achtung für Tiere versorgt Tiere mit Handicap und engagiert sich generationenverbindend für den fairen Umgang mit Tieren in allen Lebensbereichen. Wir erhalten keine Unterstützung von Städten und Gemeinden um damit Mitarbeiter bezahlen zu können. Doch immer öfter sollen wir uns nun auch noch unversorgter Katzen, verhungernder Pferde, Hunden, die tierquälerisch gehalten werden, Rindern ohne Witterungsschutz usw. annehmen. Tierversorgung, Büro- und Verwaltungsaufgaben, Auskünfte, Beratungen, Anfragen, Informations- und Pressearbeit, Aktionen und Drucksachen und die gesamte Vorstandsarbeit werden ehrenamtlich und neben dem Beruf erledigt. Mehrtägige Detektivarbeiten, fotografische Dokumentation, Fangaktionen, schriftliche Beweisführung usw. müssen von unserer Vorsitzenden zusätzlich verrichtet werden, denn wir haben keine »Tierschutzinspektoren«.

Deshalb müssen wir künftig bei Verdacht auf Tierschutzverstöße an den örtlichen Tierschutzverein/Tierheim, Polizei und Veterinäramt verweisen, da diese über das entsprechende Equipment bzw. hoheitliche Autorität verfügen.


Trotz dieser unbefriedigenden Situation ist positiv, dass immer mehr Menschen darauf achten, wie Tiere behandelt werden. Zwar stehen die meisten als Zeugen nicht zur Verfügung, aber wer hätte sich vor 30 Jahren darum geschert, ob irgendwo ein Hund im vollgekoteten Zwinger friert, Katzen leiden, Pferde hungrig weggesperrt sind oder Rinder ohne Witterungsschutz leben? Diese Meldungen beweisen Achtung für die Tiere.

Beispielhaft zwei Situationen: Auf einem Dorf war ein alter Hund eingesperrt. Wir dokumentierten, dass er, wenn überhaupt, nur einmal pro Tag aus dem Zwinger durfte, der Zwinger zu klein und voller Ausscheidungen und die Temperatur in Hütte und Zwinger für diesen Hund viel zu niedrig, sein Haarkleid ungepflegt, die Augen verschleimt und der Wassernapf entweder leer oder zugefroren waren.

Eine Herde Rinder wurde ohne Witterungsschutz draußen auf vereistem Grund gehalten, der Boden war gefroren, ständiger Zugang zu Trinkwasser nicht gesichert.

Unsere Vorsitzende dokumentierte beide Situationen über mehrere Tage und mit Fotos aber z.B. ohne weitere Zeugen zu nennen. Sie unternahm auch einen ausführlichen Gesprächsversuch mit dem Tierhalter. Trotzdem waren wir unsicher, ob unsere Nachweise und die Argumentationsführung etwas bewegen würden. Doch einen Tag nach unserer Meldung beim Veterinäramt waren der Hund aus dem Zwinger und die Rinder im Stall. Obwohl die Tiere in beiden Fällen keinen Hunger litten, wurde schnell eingeschritten.

Leider musste der Hund sehr alt werden, bevor jemand für ihn eintrat. Wie viele Jahre er unter diesen Umständen gelebt hat, mag man sich nur ungern ausmalen. Wer einen Hund im Zwinger entdeckt, sollte sich die Situation sehr genau ansehen. Auch wenn Handreichungen für die Haltung von Rindern im Freien oder die Tierschutzhundeverordnung nur ein stumpfes Schwert sind, sollten wir doch wenigstens diese durchsetzen. Jede Anzeige mehr schärft das Bewusstsein der Allgemeinheit dafür, dass Tiere unsere Mitlebewesen und keine Nutzgegenstände sind.

Waldkatzen

Mittlerweile haben wir nun die vorerst wichtigsten gesundheitlichen Befunde über unsere Waldkatzen beisammen. Wir beobachten, dass die kleine, fast schwarze Emma hin und wieder bei der größeren Nele Schutz sucht. Nele hat mit Emma eher nichts am Hut, greift sie aber auch nicht an. Beide stehen sich nicht so fern, wie es anfangs erschien. Allerdings sind sie sehr ängstlich. Gern als Versteck genommen werden die Innenleben der Sofas oder der Spalt zwischen Küchenschränken, Fußboden und Wand, aus welchem man eine Katze garantiert nur unter Abbau der Kücheneinrichtung wieder heraus bekommt. Sie merken schon: Emma und Nele sind vom Reinke-Badezimmer in die Küche umgezogen - zum Leidwesen von Tom, Jerry und Paul, die derzeit die Nacht auf den Fluren verbringen, da wir keinen Platz haben und die drei die beiden Neuen gnadenlos platt machen. Katzen können echt fies sein...

Mehr über Emma und Nele ►

Nachtrag zum letzten Newsletter

Leider wird es keinen Stand beim Gütersloher Frühling geben. Wir hätten dort keine Standgebühr zahlen müssen, wenn freier Platz gewesen wäre, den kein zahlender Blumenanbieter haben will. Aber nun haben sich zu viele zahlende Aussteller angemeldet und für uns ist kein Platz mehr frei. Schade!

Sie haben sich gefragt, wofür wir denn Flugboxen und Hundehütten für je 30 Kilo brauchen. Nein, wir wollen Bilbo und Lina nicht »ausweisen«. Wir haben ganz einfach gemerkt, dass beide Spaß daran haben, in einer Hütte oder eben einer Box zu liegen und wenn jemand ihnen diesen ohne größere Probleme verschaffen kann, dann sollen sie ihn haben – aber sie brauchen das natürlich nicht. Es wäre Luxus, wie wir es auch geschrieben haben. Sollte ein anderes Tier in dieser Hinsicht echt bedürftig sein, geben Sie ihren Luxusgegenstand bitte dem! Einen ganz tollen haben wir auch schon bekommen und Lina mogelt, wenn sie vorne raushängt, hinter ihr sind nämlich noch fast 20 cm Platz!

Bilbo und Ayse festigen derweil frisch geschlossene Freundschaften – beim Fremdspielen...

Termine

25. Februar 2012: Jugendgruppentreffen, 10:00 bis 16:00 Uhr, Melanchthonstr. 13, 33334 Gütersloh, Anmeldung erforderlich

02. März 2012: Tierschutzstammtisch, 19:00, Alte Weberei, Bogenstr. 2-5, Gütersloh

17. März 2012 (GEÄNDERTER TERMIN!): Jahreshauptversammlung, Melanchthonstraße 13, Gütersloh, 18 Uhr

31. März 2012: Jugendgruppentreffen, 10:00 bis 16:00 Uhr, Melanchthonstr. 13, 33334 Gütersloh, Anmeldung erforderlich

10. – 12. April 2012: Ferienspiele »Tierschutzdiplom«

13. April 2012: Ferienspiele »Sprache der Hunde«

28. April 2012: Tag zur Abschaffung der Tierversuche, Bremen

01. Juli 2012: Waldgottesdienst für Mensch und Tier, Waterbör Bielefeld

Foto: Hans Snoek / pixelio

Mithelfen

Möchten Sie unseren Verein und unsere Projekte aktiv unterstützen? Dazu gibt es viele Möglichkeiten.

Wir freuen uns über jeden, der mithelfen will!


Tierfreundich grüßt Sie

Ihr Achtung für Tiere-Team


Achtung für Tiere e.V. - Für Freunde in Not
Melanchthonstr. 13
33334 Gütersloh
Tel: 05241-238467
Commerzbank Gütersloh
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BLZ 478 400 65

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eMail: info@achtung-fuer-tiere.de

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Spenden und Beiträge steuerlich absetzbar. Als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.



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