Newsletter Oktober 2012

»Mit allen Kreaturen bin ich in schönster Seelenharmonie.
wir sind verwandt, ich fühle es innig,
und eben darum liebe ich sie.«

Wilhelm Busch

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

während unsere Schützlinge uns weiterhin Sorgen bereiten, können wir Ihnen in diesem Newsletter auch von einer gelungenen Infoaktion berichten. Außerdem bitten wir um Ihre Stimmen bei einem Wettbewerb um 1000 Euro für unsere Tierschutzarbeit!

Inhalt:

Abschied von Cäsar

Bilbo schwer krank

Hilfe per Handy und Handarbeit

Durchdrehen für ein paar Euro?

Termine

Mithelfen

Alle bisherigen Newsletter finden sich im Archiv

Abschied von Cäsar

Es war schwer, den selbstbewussten und ehemals starken und kampferprobten coolen Kater Cäsar sterben zu sehen. Er war eines unser zugleich anspruchsvollsten und dann wieder unkompliziertesten Tiere. Es gab nur wenige andere Katzen, die er dauerhaft in seiner Nähe akzeptierte: Früher war es Mieser und in den letzten Monaten hatte er sich mit Emma und Molly angefreundet, soweit man bei diesem Einzelgänger von anfreunden sprechen konnte. Immer war ein hoher organisatorischer Aufwand nötig, um ihm Raum und Zeit in Haus und Garten bereitzustellen, ohne dass schwächere Katzen gefährdet wurden. Andererseits war Cäsar eine unserer wenigen absolut und unter allen Bedingungen stubenreinen Katzen…

Lesen Sie Cäsars Nachruf hier ►

Bilbo schwer erkrankt

Vorab unseren herzlichen Dank für die ersten Reaktionen auf den Sondernewsletter zu unseren Krankenfellen. Kurz danach kam leider schon der nächste Notfall: In der Nacht zum 28. September klagte Bilbo plötzlich ohrenbetäubend. Er lag in Seitenlage, panisch mit den Beinen rudernd in einer großen Speichellache. Die sofortige notfallmäßige Untersuchung in einer Klinik ergab den Verdacht auf einen Schlaganfall. Am Nachmittag ließen wir Bilbo bei einem Neurologen untersuchen. Er stellte eine Problematik in der Halswirbelsäule fest, riet vorerst allein zu medikamentöser Therapie und einigen Tagen genauer Beobachtung.

Die ersten Tage waren für alle Beteiligten eine Tortur – der große, schwere Hund war kaum zu händeln. Nun, nach einer Woche, geht es Bilbo etwas besser, aber sein rechtes Vorderbein kann er nur sehr eingeschränkt benutzen, die anderen drei sind auch betroffen, aber weniger. Eine erneute Vorstellung beim Neurologen und eine weitere Röntgenuntersuchung ergaben, dass die Geschosse in seinem Körper (wir berichteten in Mit Herz und Pfote 1/2012 ►) für die aktuelle Symptomatik nicht verantwortlich sein können.

Bereits dieses eine Röntgenbild vermittelt allerdings eine Idee davon, was Bilbo mitgemacht hat. Sein ganzer Körper ist übersät mit solchen Geschossen, vielleicht hat er so auch sein Auge verloren. Als man ihn auf der Straße aufgriff, war von den meisten Verletzungen nichts mehr zu sehen. Erst zufällig – durch die Röntgenuntersuchungen – wurden sie bekannt. Er musste diese Unmengen an Verletzungen ganz allein aushalten. Man mag gar nicht daran denken, was ihm widerfahren ist, egal, ob es eine Splitterbombe oder gezielte Schüsse waren…

Menschen können, im Gegensatz zu Tieren, unfassbar böse und grausam sein. Und bei all den Naturkatastrophen, für die häufig auch menschliches Verhalten die Ursache ist, und all den verrückten Kriegen werden nur die menschlichen Opfer, das menschliche Leid beklagt. Die verheerenden Folgen für jedes einzelne vollkommen unschuldige Tier dringen nicht ins Bewusstsein. Tiere sind weder für Kriege noch Naturzerstörung verantwortlich und werden doch massenhaft deren Opfer! Oft hilft man ihnen nicht einmal und niemand nimmt ihr Leid wahr.
Bis heute hat Bilbo Angst, wenn man plötzlich nach ihm greift.

Bilbos dramatische Erkrankung macht deutlich, welche unabsehbaren Pflichten Tierhalter erwarten können. Kaum jemand macht sich in Anbetracht eines niedlichen, gesund wirkenden Welpen darüber Gedanken, wie er seinem Tier etwa im Falle einer unheilbaren Lähmung viele Jahre ein lebenswertes Leben gestalten kann. Ein Nebeneffekt der Produktion von Tieren ist, dass massenhaft nicht standardmäßig funktionierende Lebewesen dabei auf der Strecke bleiben. Illusorisch ist die Annahme, für jedes wären alle Hilfsmittel, die Menschen in unserer Gesellschaft für eine optimale Hilfe zugänglich gemacht werden, verfügbar.

Trotzdem werden Tiere massenhaft »produziert« und dann oftmals bei Schwierigkeiten getötet oder auf Spenden angewiesenen Tierschutzorganisationen aufs Auge gedrückt. Wir finden es wichtig, auch einmal auf diese Aspekte der Tierhaltung hinzuweisen.

Allein Bilbos Versorgung hat in kürzester Zeit 700 Euro gekostet. Wenn es schlecht läuft, kommen mehrere 1000 für CT und OP hinzu. Die Kosten ähneln denen für vergleichbare medizinische Interventionen in der Humanmedizin. Nur dass man beim Tier z.B. im CT zusätzlich eine Narkose etc. benötigt. Und wie in der Humanmedizin kann die Behandlung fehlschlagen, auch wenn wir alles versuchen.

Bei Menschen sagt man in einer solchen Situation: Wir haben alles, was möglich war, versucht. Beim Tier heißt es hingegen oft: Das hat sich ja gar nicht gelohnt!

Und nun die unvermeidliche Schlussbemerkung, auf die Sie sicher schon gewartet haben: Bitte helfen Sie uns, wenn Sie können, mit einer Spende, damit wir Bilbo optimal weiterversorgen können. Nach all dem Leid, dass er ganz alleine aushalten musste, möchten wir ihm nun so gut wir können beistehen.

Helfen mit Handy und Handarbeit

Verhelfen Sie Achtung für Tiere zu 1.000 Euro!

Wie im letzten Jahr spendet die ING-DiBa je 1.000 Euro an die 1.000 beliebtesten Vereine in Deutschland. Welche das sind, bestimmen die Internetnutzer mit ihrer Stimme! Das Procedere ist kostenlos und man bekommt auch keine unerwünschte Werbung oder ähnliches.

Selbst viele große Vereine hatten letztes Jahr keine Chance und unsere ist auch in diesem Jahr gering, aber da dieses Mal die Prämienplätze nach Vereinsgrößen gestaffelt sind, sind wir nicht völlig chancenlos. In jedem Fall wird die Teilnahme den Bekanntheitsgrad von Achtung für Tiere erhöhen. Danke unserem Mitglied Yvonne Herzig-Rother für die Anmeldung zum Wettbewerb und erste Bekanntmachung in sozialen Netzwerken! Sie hilft auch gerne bei Fragen zur Aktion: yvonne.herzig-rother@freenet.de.

Verhelfen Sie Achtung für Tiere zu 1.000 Euro! Wir hoffen auf Ihre Stimmen! Und so einfach geht´s:

Auf den entsprechenden Button auf unserer Homepage ► klicken. Sie werden direkt auf die Abstimmseite unseres Vereins weitergeleitet. Dann auf »Abstimm-Code anfordern« klicken. Jetzt nach Anweisung die Handy-Nummer angeben. Kurz danach werden per SMS drei Abstimm-Codes mitgeteilt. Mit jedem der Codes können Sie dann in Sekundenschnelle eine Stimme für Achtung für Tiere abgeben! Sie müssen innerhalb von 24 Stunden vergeben werden, indem man sich wieder auf die Abstimmseite unseres Vereins begibt und dann unter Code den ersten der 3 Codes eingibt. Das Ganze dann bitte noch 2x mit den übrigen 2 Codes wiederholen.

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Stimme und bitten Sie auch Ihre Familie, Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen um ihre Stimme. Die Handy-Nummern werden nach Abschluss der Aktion wieder gelöscht. Das Speichern ist zunächst notwendig, da pro Handy-Nummer nur 3 Codes vergeben werden.

Die 1.000 Euro könnten dabei helfen, die hohen Krankheitskosten für unsere Tiere während der letzten Monate zu schultern. Darum: Bitte, bitte – helfen und unterstützen Sie uns bei dieser Aktion, die am 06.11.12 endet.

Weihnachtsmarkt

Huch, fast hätten wir es vergessen, in knapp zwei Monaten ist Weihnachtsmarkt. Falls Sie uns mit Selbstgestricktem und anderweitig selbst gemachten hübschen und/ oder nützlichen Dingen für unseren Verkaufsstand unterstützen möchten, beginnen Sie bitte schon bald, die Nadeln o.Ä. zu schwingen. Bitte geben Sie uns Nachricht, wenn sie etwas beisteuern möchten. Besonders gut gehen Strickwaren, Handschuhe, Stirnbänder usw., selbstgemachtes Tierspielzeug und andere Kleinigkeiten, sowie selbstgebackene Hunde- und Menschenkekse.

Durchdrehen für ein paar Euro?

Seit Jahresbeginn arbeiten wir mit der Jugendgruppe unter anderem an einer Kampagne gegen Ponyreitbahnen auf der Kirmes. Nun hatten wir unsere erste öffentliche Aktion. Am Samstag, den 29. September führten Jugendliche und Erwachsene eine Infoaktion in der Gütersloher Fußgängerzone durch. Der Zuspruch aus der Bevölkerung war riesig. In nur fünf Stunden sammelten die Kinder trotz miserablem Wetter 350 Unterschriften gegen Ponys auf der Kirmes. Sehr viele Menschen schienen darauf gewartet zu haben, dass endlich mal jemand etwas gegen das Tierleid auf Jahrmärkten tut. Hier geht's zu unserer Pressemitteilung ►, Fotos ► und einem Zeitungsartikel ►.

An dieser Stelle möchten wir uns auch einmal ganz besonders bei jenen Eltern „unserer“ Jugendlichen bedanken, die uns finanziell und/oder aktiv unterstützen. Ohne Geld und aktive Hilfe können auch die Jugendlichen nichts ausrichten. Jede Aktivität kostet uns alle viel Zeit und finanzielle Ressourcen.

Wir bedanken uns überhaupt bei Ihnen allen, die Sie unsere Jugendarbeit möglich machen. Nachhaltiger können Sie nicht helfen, denn Kinder und Jugendliche, die Tiere achten und schützten und sich aktiv für sie einsetzen, sind die Basis, die Voraussetzung, dass all das, was wir leisten, auch in die Zukunft wirken kann.

Termine

27. Oktober 2012: Jugendgruppentreffen (Anmeldung erforderlich!), 10 - 16 Uhr, Melanchthonstr. 13, Gütersloh

20. und 21. Dezember 2012: Stand auf dem Weihnachtsmarkt Gütersloh, jeweils 11 bis 21 Uhr

22. Dezember 2012: Weihnachtsfeier, Melanchthonstraße 13, Gütersloh

14. Juli 2013: Waldgottesdienst für Mensch und Tier, Waterböer, Bielefeld - Senne

Foto: Hans Snoek / pixelio

Mithelfen

Möchten Sie unseren Verein und unsere Projekte aktiv unterstützen? Dazu gibt es viele Möglichkeiten.

Wir freuen uns über jeden, der mithelfen will!


Tierfreundich grüßt Sie

Ihr Achtung für Tiere-Team


Achtung für Tiere e.V. - Für Freunde in Not
Melanchthonstr. 13
33334 Gütersloh
Tel: 05241-238467

Sparkasse Gütersloh
Konto-Nr.: 10 007 898
BLZ: 478 500 65

Internet: www.achtung-fuer-tiere.de; e-Mail: info@achtung-fuer-tiere.de ; Tel.: 05241-238467


Spenden und Beiträge steuerlich absetzbar. Als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.

Ausstellung von Spendenquittungen zum Jahreswechsel, auf Wunsch auch früher.


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