Wird dieser Newsletter nicht richtig dargestellt? Dann klicken Sie bitte hier ►

Liebe Unterstützer von Achtung für Tiere,
allen von Ihnen, die gesundheitlich, beruflich oder familiär durch das Coronavirus betroffen sind, wünschen wir eine schnelle Genesung bzw. viel Kraft und Unterstützung. Denjenigen, die bisher nur durch Unannehmlichkeiten betroffen sind, wünschen wir, dass das auch so bleibt und Sie gesund durch die Krise kommen.
Es geht um Menschenleben! Dürfen wir da über Tierschutz sprechen?
Dass manche sich diese Frage tatsächlich stellen, zeigt, dass Riesenberge Arbeit für die Tiere vor uns liegen. Sie sind durch die Coronakrise noch größer geworden. Natürlich muss jeder von uns zum Schutz menschlicher Gesundheit beitragen. Die wirksamste Methode dazu ist im Moment, Abstand zu anderen Menschen zu halten, soziale Kontakt auf ein absolut notwendiges Minimum zu beschränken. Bereits diese Vorgabe wird teilweise als schwere Zumutung empfunden. Das müsste doch zu denken geben. Die Coronakrise könnte tatsächlich eine Chance sein, Menschen selbstkritisch, demütig und mitfühlend werden zu lassen:

Der Gedanke an die Kälbchen in der Milchindustrie drängt sich doch unmittelbar auf. Sie dürfen nicht zu ihren Müttern, nie mehr, nicht nur ein paar Wochen nicht. Sie sind in Einzelkäfigen weggesperrt. Menschen mästen sie, wie sie eine Pflanze gießen, bis sie reif ist zum Ernten. Wir denken auch an die Kuhmütter, die, vergewaltigt, neuneinhalb Monate Schwangerschaft und eine schwere Niederkunft durchgemacht haben. Menschen nehmen ihnen ihre Säuglinge weg, weil Menschen Kuhmilch lecker finden.
Jetzt wäre die Gelegenheit, endlich innezuhalten, auch für die Menschen, die nach immer mehr Wohlstand gieren. Wir müssen aufwachen, das schreckliche Leid, das wir verbreiten endlich beenden. Wir würden nicht verarmen, wir würden reicher, zufriedener – bessere Menschen. Wir würden auch nicht arbeitslos, sondern würden Arbeiten verrichten, die ethisch vertretbar sind. Wir können unseren Krieg gegen die Tiere sofort anhalten und umkehren. Wenn genug Menschen Corona als Warnung verstehen würden.

Es gibt nicht die geringste Veranlassung, das Fortkommen für den Schutz und die Rechte der Tiere auf Eis zu legen, gerade jetzt nicht. Von Angst um Versorgungsengpässen bis zum Wunsch nach Impfschutz und Heilung – Tier- und Menschenschutz sind auch in dieser Lage kein Gegensatz. Die Entwicklung von Medikamenten braucht für den Menschen relevante Forschung. Dass Kinder so wenig anfällig für die Erkrankung sind, ist eine wertvolle Beobachtung. Für den Menschen wertvolle Erkenntnisse gewinnt man aus Forschung an Menschen. Epidemiologie und langfristige Patientenbeobachtungen sind hier von herausragender Bedeutung und werden trotzdem sträflich vernachlässigt. Stattdessen wird wissenschaftlicher Fortschritt immer noch durch Tierversuche verzögert. Den irreführenden, zutiefst ungerechten und grausamen Zwischenschritt Tierversuch können wir uns gerade in Pandemieszenarien nicht leisten.
Auch dass die Versorgung mit Lebensmitteln gesünder und effizienter mit pflanzlicher Ernährung gewährleistet werden kann, ist eine Binsenweisheit. Kalorien aus Nahrungsmitteln, die vom Tier kommen, verschlingen in der „Produktion“ ein Mehrfaches an Kalorien aus pflanzlicher Nahrung. Wem eine sichere, effiziente und global gerechte Versorgung von Menschen wichtig ist, der kommt zwingend zum selben Ergebnis, wie diejenigen, die Tiere vor Leid beschützen wollen. Da sind aber noch andere, wichtige Gründe, auch und gerade jetzt ganz entschlossen und ausdrücklich an der Seite der Tiere zu stehen:
1) Die Arbeit für existentielle Belange der Tiere ist betroffen
Medien und öffentliche Aufmerksamkeit sind Corona-dominiert. Den existentiellen Belangen der Tiere Gehör zu verschaffen, scheint derzeit ein aussichtsloses Unterfangen. Unzählige Demonstrationen gegen Tierversuche und andere Quälereien wurden abgesagt. Das Leid der Tiere in den Laboren, in der tierehaltenden Landwirtschaft, bei der Tierzucht u.v.m. geht weiter, auch und gerade jetzt!
Durch den Unterrichtsausfall, der gerade aufläuft, können wertvolle Tierschutz-Schulprojekte nicht realisiert werden. Tierschutzunterricht hatte schon vorher Seltenheitswert. Tierschutzveranstaltungen nachzuholen wird nicht die Priorität der Schulen sein, wenn irgendwann wieder Regelunterricht stattfindet. Für die Tiere ist das ein großer Verlust – denn Tiere als Mitlebewesen zu achten und sich ihnen gegenüber fair verhalten zu können, das ist etwas, wofür es Wissen und Herzensbildung braucht. Genau das leistet Tierschutzunterricht.
Varenseller Tierschutzlehrertagung: abgesagt

Tierschutzlehrern bieten wir mit unserer jährlichen Tierschutzlehrertagung eine besondere Weiterbildungsmöglichkeit mit hochkarätigen Fachbeiträgen. Bereits sieben Wochen vor der Tagung war sie fast „ausverkauft“. Auch diese Veranstaltung können wir nicht wie geplant am ersten Maiwochenende durchführen. Wir können erst dann einen neuen Termin suchen, wenn eine realistische Planung wieder möglich wird!
2) Kein Rettungsschirm
Unsere tägliche Arbeit wird durch die Coronakrise erheblich erschwert. Mitten in der Bautätigkeit für den neuen Stall verhallte auch unser Spendenaufruf in der Presse ohne die geringste Resonanz. Umso dankbarer sind wir Ihnen, die uns bei der Finanzierung des Stallneubaus mit ihrer Spende wieder ein Stück weitergeholfen haben.

Die Arbeit für die Tiere steht während alldem natürlich nicht still. Hier auf dem Lebenshof muss die Versorgung der über 40 Hunde, Katzen, Esel, Pferde und Hühner 7 Tage die Woche, rund um die Uhr gewährleistet werden. Die Tiere brauchen uns. Sie erkranken, müssen hier oder in Kliniken behandelt werden, sie brauchen Zuwendung und Beschäftigung, hochwertiges Essen, Einstreu u.v.m.
Wir sind weiter für sie da, trotz aller akut hinzugekommenen Verpflichtungen. Diejenigen von uns, die schon immer aus der Ferne im Home-Office für Achtung für Tiere tätig sind, arbeiten ebenfalls weiter auf Hochtouren. Aber Tiere bekommen keinen staatlichen Rettungsschirm, erst recht nicht die, derer man sich aus freien Stücken annimmt, Opfer der Massentierhaltung oder jene, die nie ein Zuhause hatten oder aber von ihren Menschen verstoßen wurden und nun bei uns lebenslang ein Zuhause gefunden haben. Wir hoffen so sehr und tun alles dafür, dass diejenigen gesund bleiben, die die Tiere versorgen. Im Gegensatz zu tierehaltenden Landwirten können wir im Falle eines Falles nicht auf Betriebshelfer hoffen.

Bitte bleiben Sie unserer Arbeit für Tiere auch in der Krise treu. Wir können es allein nicht schaffen!
Mitten in all dem gibt es auch immer wieder Momente, die Zuversicht geben. Wir möchten Sie gerne mit Ihren teilen!
Seit einigen Tagen genießen auch Frieda, Anneliese und Gretel den Frühling im großen Freilauf. Sie kannten ja keine Wiese, keine Sonne, keine Bewegung an frischer Luft, als sie bei uns ankamen. Seitdem hatten Kälte, Nässe und Stürme es ihnen nicht leichtgemacht, das Draußen-Sein schätzen zu lernen. An den ersten frühlingshaften Tagen konnten wir sie aber überreden, sich all das mal anzuschauen. Und nun gibt es kein Halten mehr.
Und gleich noch eine große Freude: Das Bauunternehmen, das wir für den Stallbau verpflichtet haben, arbeitet jeden Tag. Zwar sind hier nur 2 Mitarbeiter im Einsatz, aber die kommen zuverlässig, sogar bei Kälte, Sturm und Regen. Daran hatten wir schon fast nicht mehr geglaubt. Wir pflegen sie gut, mit Kaffee, veganer Milch und leckeren Keksen…
Caruso und seine Familie überwachen den Bau ihres eigenen neuen Zuhauses mit regem Interesse. Dass sich hier gerade so viel Neues tut, finden alle spannend.
Auch hier auf dem Hof gab es eine lebensbedrohliche Krise. Balu überstand in der letzten Woche eine hochakute schwere Kolik. Weil wir sofort einschreiten konnten und auch die Tierärztin sofort und mehrmals am Tag kam, geht es ihr inzwischen wieder gut. Leider wurde unser Termin beim Zahnspezialisten wegen Corona verschoben. Es besteht der Verdacht, dass die Kolik mit ihren ständigen Zahnproblemen im Zusammenhang steht.
Vor einigen Tagen haben wir den Pferden zum ersten Mal seit Balus Hufbeinfraktur ein kleines Stück Wiese anbieten können. Die Freude war groß. Da sie im Stall nicht mehr zu halten ist, ist der weiche Boden das kleinere Übel. Es ist nicht zu übersehen, wie sehr sie die paar Extra-Quadratmeter Platz sofort wieder genießen.
Unsere Eselsenioren Mira, Lotta und Benny genießen derweil den neuen „Durchblick“ im Equidenstall – entstanden durch den Ersatz einer Holzwand durch Balken – und teilen sich einträchtig den Familien-Heuball.
Wir arbeiten beständig daran, die Lebensplätze unserer Hofbewohner noch schöner, spannender und lebenswerter zu machen.
3) Tiere leiden in diesem Moment unter menschlicher Grausamkeit – und wir bekommen nur eine vage Ahnung davon, wie sehr
Wenn es jetzt heißt, die Menschen, die in die eigenen vier Wände gezwungen sind, sollten sich nicht die Decke auf den Kopf fallen lassen, keinen Lagerkoller bekommen; wenn die vergleichsweise kleinen Einschränkungen unserer Freiheitsrechte, die wir bisher hinnehmen mussten, manchem schon Anlass zur Klage sind – dann lassen Sie uns auch an die vielen, vielen Tiere denken, die von solchen Einschränkungen nur träumen können. Schweinemütter, die in Gestelle gezwängt sind, in denen sie sich nicht umdrehen, ja, gar nicht rühren können. Soziale und intelligente Tiere wie Ratten, die in Laboren überall auf der Welt gewaltsam krankgemacht werden und denen Menschen für eine Veröffentlichung in einem Fachjournal beim Sterben zusehen. All diese Tiere haben kurze, qualvolle Leben, in denen Eingesperrtsein ein Dauerzustand ist. Viele Tiere, etwa in Zoos, aber auch in Privathand, müssen dieses Eingesperrtsein ein viel längeres Leben lang erdulden – mit ständiger Frustration grundlegendster Bedürfnisse, ohne Freude, Spaß, Lebenslust, Freunde.
Wenn wir uns jetzt eingesperrt fühlen: lassen Sie uns unsere Frustration in Hilfe für diejenigen verwandeln, die sich ihr Leben lang nicht aus Gefangenschaft und oftmals noch viel größerer körperlicher Pein befreien können. Jeder von uns kann viel für Tiere tun.

Klären Sie, wann immer Sie können, über die Lage der Tiere auf und wie sich unsere Verhalten auf sie auswirkt: in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis, in Schule und Beruf. Gerade jetzt kann sich vielleicht der eine oder die andere besser in die Situation der Tiere hineinversetzen.

Schreiben Sie Leserbriefe: Lassen Sie einseitige Darstellungen von Tiernutzung nicht unkommentiert und unterstützen Sie ehrliche Berichterstattung.

Nehmen Sie, sobald das wieder möglich ist, an Demonstrationen und Infoveranstaltungen teil, die die Aufmerksamkeit auf Tiere und was wir ihnen schulden lenken!
Auch die Tiere brauchen Ihre Solidarität!
Helfen Sie uns zu wachsen: Unterstützen Sie die Arbeit von Achtung für Tiere, die beständig weitergeht, mit Ihrer Mitgliedschaft.

Helfen Sie einem geretteten Tier mit einer Patenschaft und machen Sie zukünftige Rettungen möglich.

Fördern Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende.

Spendenkonto

IBAN: DE17 4785 0065 0010 0078 98
SWIFT-BIC: WELADED1GTL
Sparkasse Gütersloh-Rietberg
Bitte lassen Sie uns alle dafür sorgen, dass die wichtigen Anliegen der Tiere nun nicht in den Hintergrund treten und die Schäden bei der Arbeit für ihre Rechte und ihren Schutz so klein wie möglich gehalten werden. Wir alle können weiter auf die Not der Tiere aufmerksam machen und ihnen unsere Zeit schenken, wo immer möglich.

Mit den besten Wünschen für Sie alle und Ihre menschlichen und tierlichen Lieben!

Ihr Achtung für Tiere-Team

Achtung für Tiere e.V. www.achtung-fuer-tiere.de
Vossebeinweg 40 info@achtung-fuer-tiere.de
33397 Rietberg / Varensell Tel.: 05244-9740440

Spenden und Beiträge steuerlich absetzbar. Als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.
Mitglied im Deutschen Tierschutzbund e.V.
Teilnehmer der Initiative Transparente Zivilgesellschaft ▶

Ausstellung von Spendenquittungen zum Jahreswechsel, auf Wunsch auch früher.


::Möchten Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten?::

Sie können diesen Newsletter ganz einfach wieder abbestellen, indem Sie auf diese Nachricht eine Antwort-Mail schicken und uns dies kurz mitteilen. Oder Sie klicken einfach auf den folgenden Link, um uns eine E-Mail zu senden (Betreff oder zusätzlicher Text sind nicht erforderlich):
abmelden@achtung-fuer-tiere.de

[nbsp]