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25. September 2022

Gegen Rücksichtslosigkeit im Ponykarussell

Achtung für Tiere startet 16 Demonstrationen gegen Ponyqual

Am Wochenende startete Achtung für Tiere e.V. einen Marathon von 16 Demonstrationen gegen „Ponyquälerei auf Volksfesten“ im Kreis Gütersloh. Den Auftakt macht die Michaeliskirmes in Gütersloh. Mit 2 Teilnehmern direkt am Ponykarussell und weiteren 13 schräg gegenüber war man trotz Regenwetters gut besetzt.

 An allen Kirmestagen wird gegen das Kreistreiben der Pferde im Ponykarussell protestiert. „Der winzige Linkskreis, immer nur linksherum. Kopf an Hinterteil, der Kreis viel viel enger als ein Zirkel, auf dem Pferde nur kurz bewegt werden,“ schildert Astrid Reinke, Vorsitzende von Achtung für Tiere. „Die Pferde sind dauerhaft ausgebunden: der Kopf über das Gebiss im empfindlichen Mund ist mit Ausbindezügeln am Sattel fixiert. Die Pferde können sich noch nicht einmal ausstrecken, nicht umsehen. Das Reißen an den Ausbindezügeln, wenn die Pferde unruhig sind. Wir sehen nie, dass die Tiere sich interessiert und aktiv dem Personal oder den Kindern zuwenden. Dazu der Kirmeskrach und immer wieder von Fremden angeklatscht zu werden. Die Rücksichtslosigkeit, die hier offen ausgelebt wird, ist auch dann noch erschreckend, wenn man sie schon viele Jahre mit ansehen muss“, findet die Tierärztin.

Wer einmal bewusst darüber nachdenke, was mit den Ponys eigentlich passiere und einen Funken Mitgefühl aufbringe, der könne nur die Abschaffung fordern. Mittlerweile würden viele Eltern ihre Kinder nie und nimmer auf ein gequältes Pony auf dem Jahrmarkt setzen. „Aber es gibt auch Menschen, denen Tiere mehr oder weniger gleichgültig sind. Wer immer noch glaubt, Ponykarussell sei ‚nicht so schlimm‘, kann sich keine Sekunde das Empfinden der Tiere vor Augen geführt haben. Die Ausweglosigkeit, der Dauerkrach, der dauernde Zugriff völlig Fremder… Grausamkeit kann es auch da geben, wo kein Blut fließt“, gibt Reinke zu bedenken. „Dabei verstehen schon kleine Kinder, was alles schlimm ist im Ponykarussell, man muss sich nur die Mühe machen, es ihnen zu erklären. Wir machen weiter, bis das auch die letzten Erwachsenen begreifen.“

Der Verein Achtung für Tiere freut sich über Unterstützung jeden Nachmittag auf der Michaeliskirmes. Infos unter www.achtung-fuer-tiere.de.