Grausamkeit ist niemals richtig!

22. April 2026 | Pressemitteilung, Tierversuche

Grausamkeit ist niemals richtig!

Achtung für Tiere rief zu Mahnwache gegen Tierversuche auf

„Das unermessliche Leid der Tiere in den Laboren können wir durch keinen vermeintlich guten Zweck rechtfertigen. Die Methode Tierversuch stammt aus der Zeit, in der René Descartes Schmerzensschreie von Tieren mit dem Quietschen von Maschinen verglich,“ erinnert die Tierärztin Astrid Reinke, Vorstandsmitglied bei Achtung für Tiere. „Inzwischen ist nachgewiesen, dass Tiere fühlen, leiden und sich freuen, wie wir selbst auch. Was wir Tieren dennoch antun lassen, steht im krassen Gegensatz zu Gerechtigkeit, Mitgefühl und Frieden. Gewalttätige Traditionen müssen wir überwinden. Grausamkeit ist niemals richtig.“

Um den Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April finden in vielen Städten Aktionen statt. Am Samstag hatte der Verein Achtung für Tiere e. V in Gütersloh am Berliner Platz zur Mahnwache aufgerufen. Die Teilnehmenden aus Gütersloh, Düsseldorf, Paderborn und Lemgo erregten Aufsehen. Einen Eindruck der Mahnwache gibt ein Video mit Kurzinterviews auf dem You-tube-Kanal des Vereins.

„Was Tieren in Experimenten zugefügt wird, würde man bei Menschen Folter nennen,“ sagte eine Teilnehmerin. Eine andere bezweifelte den Nutzen der Ergebnisse: „Medikamente, die es durch den Tierversuch geschafft haben, versagen bei Menschen zu über 90 Prozent. Moderne tierfreie Methoden, wie Multiorganchips, 3-D-Druck, Datenbanken und KI-gestützte Verfahren, Patientenstudien und Epidemiologie helfen uns wirklich. Tierversuche verzögern den medizinischen Fortschritt.“

„Unsere Mahnwache stieß auf eine große Bereitschaft zum Dialog. Es entstanden offene, respektvolle Gespräche“, berichtet Anika Figge, Vorsitzende von Achtung für Tiere. „Zum hochaktuellen Thema Tierversuche und moderne tierfreie Forschung zeigt das Bambikino in Gütersloh am 8. Mai den Film „Future Science“. Regisseur Marc Pierschel wird vor Ort sein. Alle, denen Tiere oder einfach die menschliche Gesundheit wichtig sind, sollten sich mit Tierversuchen auseinandersetzen.“ Infos unter www.achtung-fuer-tiere.de.

Deutsches Primatenzentrum

Ein Besuch

Tierexperimentatoren und ihre Interessenvertreter wirken professionell auf Schülerinnen und Schüler ein. Wir wollten den Arbeitsalltag der Tiere verbrauchenden Forschung aus erster Hand kennenlernen und baten beim Zusammenschluss großer deutscher Wissenschaftsorganisationen – ganz im Sinne der Transparenz, von der dort so viel die Rede ist – um Terminvermittlung bei einer Einrichtung in unserer Nähe, um uns eine Tierhaltung ansehen zu können. Insbesondere hätte uns interessiert, Tierversuche der verschiedenen Schweregrade (sog. Belastungsstufen nach zu erwartendem Tierleid) sehen zu können.