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Vortrag und Diskussion über Tierversuche

Ein Bericht von Judith Raum

Am 18. September 2008 war Tierärztin Astrid Reinke für einen Vortrag nach Hannover eingeladen. Sie referierte dort für den Verein Ärzte gegen Tierversuche e.V. zum Thema „Tierversuche in der medizinischen Forschung: Nutzen, Schaden, ethische Vertretbarkeit“.

tl_files/_aft/bilder/themen/Vortrag/Vortrag.jpgAnlass der Veranstaltung war das für 2009 geplante Zentrum zur Erforschung von Tierimpfstoffen des pharmazeutischen Unternehmens Boehringer Ingelheim. Der Tierversuchslaborbau wird zwar von der Tierärztlichen Hochschule begrüßt, von vielen Anwohnern sowie Tierversuchsgegnerinnen jedoch abgelehnt. Mit kurzen Filmsequenzen und einer Power-Point-Präsentation informierte Tierärztin Reinke gründlich über Tierversuche, deren Kosten, Nutzen bzw. Schaden und die beeindruckenden Erfolge kaum geförderter tierfreier Verfahren. Besonders beeindruckte mich allerdings die schlüssig aufgezeigte Argumentation, weshalb Tierversuche mit der menschlichen Moral nicht in Einklang zu bringen sind. Haben oder fehlt es Tieren an etwas, das den Menschen berechtigt, sie zu quälen, selbst wenn dies angeblich einem guten Zwecke dient? Mein Resümee lautet „nein“. Dass offensichtlich auch viele der anderen Zuhörer zu dieser Überzeugung gelangten, zeigten die Wortbeiträge in der anschließenden angeregten Diskussion. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass noch viel mehr Menschen sich über Tierversuche informieren und ebenso viel Interesse an diesem Thema zeigen wie das Publikum bei dieser Veranstaltung in Hannover. Hoffentlich entstehen daraus starke Initiativen, die Tieren ihre Stimme geben.

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