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Durchdrehen für ein paar Euro?

Auf Initiative der Jugendgruppe betreibt Achtung für Tiere e.V. eine Kampagne gegen Ponyleid auf Kirmesreitbahnen. Ponys sind keine Karussellfiguren! Wir möchten, dass sie nicht länger für ein paar Euro Profit und ein kurzes Vergnügen leiden. Unsere Jugendgruppe wurde bereits für ihre Initiative mit dem Adolf-Hempel-Tierschutzpreis ausgezeichnet.

Infomaterial
Cover Faltblatt Ponys auf der Kirmes Handzettel Ponyreitbahnen, Die traurigsten Karussells der Welt Cover Augenzeugenbericht Ponyreitbahn
Faltblatt Ponys auf der Kirmes
Das wichtigste zum Thema Ponyreitbahn, kurz & knapp Auszüge aus einem Augenzeugenbericht von der Ponreitbahn

Amtstierärztliche Kontrollen: Viele Fragen und einige Antworten

Da von Ponyreitbahnbetreibern gerne auf amtstierärztliche Kontrollen verwiesen wird, wollten wir vom Veterinäramt des Kreises Gütersloh wissen, was überhaupt Gegenstand und Anspruch solcher Kontrollen ist. Hier finden Sie die Antworten und viele offene Fragen.

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Protestaktionen

Nach dem Entschluss der Stadt Gütersloh, weiter Ponyleid auf öffentlichen Flächen zu dulden, haben wir unseren Protest ausgeweitet. An jedem Tag, an dem Ponys in Gütersloh, aber auch in der Umgebung, im Kreis getrieben werden, demonstrieren wir. Einige Beispiele für Aktionen der letzten Jahre:

Pollhans-Demonstration - Oktober 2018

Viele Tage waren wir gegen Ponykarussells unterwegs. Unser letzter „Auftritt“ in Schloss Holte bei Pollhans war die vorletzte Demo in diesem Jahr. Danach schlossen wir uns noch einer Mahnwache mehrerer Vereine gegen Tierversuche an der Uni Bielefeld an sowie einer Protestveranstaltung von Fairleben Gütersloh anlässlich des Schinkenmarktes.

Es ist so wichtig, dass so viele Menschen wie möglich Tieren eine laute Stimme geben. Bitte unterstützen Sie uns auch im nächsten Jahr bei unserer Öffentlichkeitsarbeit für wehrlose gequälte Tiere!

Neun Tage Demonstration gegen Ponyleid - Oktober 2018

An allen 9 Tagen der Gütersloher Michaeliskirmes waren wir vor Ort, um gegen das traurige Treiben in der Ponyreitbahn zu demonstrieren.

Erfolg für Ponys!

Demo in MastholteKurz vor unserer geplanten Demo auf dem Jakobimarkt in Mastholte erhielten wir von der Polizei die Mitteilung, dass das Ponykarussell nicht kommen werde. Im letzten Jahr veranstalteten wir in Mastholte eine viel beachtete Demo. Die Festbesucher fanden: „Endlich macht mal einer was gegen diese Tierquälerei! Ihr müsst euch direkt neben das Ponykarussell stellen!“

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Nichts ist gut am Ponykarussell! - Pfingstdemo 2018

25 Personen standen bei besten Grillwetter teilweise alle vier Tage auf der Demo. Im Ponykarussell gebe es nichts zu lernen, außer wie gereizte oder später dann teilnahmslose Pferde aussehen.

Demonstration auf dem Verler Leben - September 2017

Achtung für Tiere e. V. demonstrierte mit 12 Personen bei „Verler Leben“ und erhielt innerhalb von nur 4 Stunden über 400 Unterschriften gegen das Ponykarussell auf dem Schulhof der Grundschule.

Pressemitteilung ►

Mahnwache gegen Ponyleid - Gütersloher Pfingstkirmes 2017

Nachdem der Schaustellerchef uns 2016 zweimal Platzverbot für den öffentlichen Marktplatz erteilt hatte, haben wir für alle vier Tage Pfingstkirmes eine Mahnwache auf dem Kirmesgelände  angemeldet. Eine Feststellungsklage gegen das Platzverbot scheitert immer noch am Geld. Wir benötigen einen Anwalt, der sie ehrenamtlich für uns betreibt. Unser Augenzeugenbericht beweist, dass unsere Langzeitbeobachtungen dringend notwendig  sind, denn Ordnungsamt und Veterinäramt war am Ponykarussell nichts aufgefallen, was sie des Beanstandens wert gefunden hätten.

Von Freitag bis Montag hielten wir von 17.00 bis 20.00 Uhr Mahnwache für die Ponys, die auf der Pfingstkirmes wieder stundenlang für den Profit wehrlos im Kreis getrieben werden. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung an diesen vier Tagen!

Michaeliskirmes 2016 - Ausgelieferte Tiere, Gefahr für Menschen

Pony in der Reitbahn, Kopf an SchweifNach dem Beschluss der Stadt Gütersloh, das Ponyleid auf der Kirmes weiter zu unterstützen, geht unsere Dokumentations- und Aufklärungsarbeit unvermindert weiter. Mitglieder von Achtung für Tiere haben während der Michaeliskirmes den Betrieb des Ponykarussells viele Stunden lang beobachtet. Eine Zusammenfassung lesen Sie hier.

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Verwirrspiel um grundloses Platzverbot

Während in der Presse dazu aufgefordert wird, sich die Lebensumstände der Ponys auf der Kirmes anzusehen, wird bereits der Zugang zum Kirmesgelände Mitgliedern von Achtung für Tiere immer wieder verwehrt. Anlässlich unserer jüngsten Recherchen erlebten wir ein anhaltendes Verwirrspiel um ein zweifelhaftes Platzverbot.

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Hintergrund

"Kirmes ohne Ponyleid" - mit diesem Bürgerantrag forderten wir die Stadt Gütersloh auf, keine öffentlichen Flächen mir für Ponykarussells zur Verfügung zu stellen.

Bürgerantrag - Offener Brief zu den Mängeln der Beschlussvorlage

Offene Briefe
Lesen Sie hier unseren Offenen Brief an den Gütersloher Bürgermeister Henning Schulz zu den Mängeln der Beschlussvorlage, nach der mit einer hauchdünnen Mehrheit gegen unseren Bürgerantrag gegen Ponyleid auf der Kirmes entschieden wurde, sowie unser Schreiben zum Umgang mit unseren Informationen - der Brief an den Bürgermeister, der auch als Grundlage für ein Gespräch mit dem Bürgermeister dienen sollte, war in der Stadtverwaltung verschwunden (Offener Brief zum Offenen Brief, 24. Nov 2016 ►)

Zur Entscheidung über Bürgerantrag "Kirmes ohne Ponyleid"

Ponys müssen weiter leiden - obwohl fast niemand das will

Demo vor dem RathausObwohl Ponykarussells vom Umweltausschuss nahezu einstimmig sehr negativ bewertet wurden (Presseartikel), folgte er der Empfehlung der Stadt und lehnte unseren Bürgerantrag, mit der knappen Mehrheit einer Stimme, ab.

SPD, Die Grünen und Die Linke standen geschlossen hinter unserem Antrag.

Nur BfGT äußerten sich für das Ponykraussell. Von CDU und UWG kamen klar negative Bewertungen. Im Ergebnis war man aber der Auffassung, es gebe Schlimmeres und man sei für diese Angelegenheit nicht zuständig. Die Entscheidung solle den Eltern bzw. dem Bund überlassen bleiben.

Es wurde deutlich, dass fast niemand der Anwesenden der Auffassung war, dass die Ponys auf der Kirmes weiter leiden sollen. Aber die aus unserer Sicht mangelhafte Beschlussvorlage der Stadt verbreitete so massive Angst vor einem Prozess, dass einer extrem knappen Mehrheit der Mut fehlte, unserem Antrag zuzustimmen.

Wir danken SPD, Grünen und Linken für ihre klaren Statements für Demokratie und Tierschutz! Leider konnten sie sich nicht durchsetzen.

Zwei Punkte erscheinen besonders kritikwürdig:

Punkt eins: Seitens der Stadt wird immer wieder das angeblich sehr hohe Klagerisiko betont. Achtung für Tiere legte zahlreiche Beispiele vor, in denen nicht mehr für Ponykarussells vermietet wird. Nirgends wurde deshalb geklagt. Dass die Stadt Gütersloh selbst entsprechende Beispiele nicht gefunden hat, spricht für mangelhafte Recherche. Unsere Unterlagen wurden anscheinend nicht gelesen.

Punkt zwei: Ponykarussellbetreiber, Kreis und Stadt Gütersloh behaupten einmütig, es gebe bei amtstierärztlichen Kontrollen keine gravierenden Beanstandungen. Verschwiegen wird, dass das Veterinäramt grundlegende Tierschutzbelange wie Pausen, Nachtruhe, freie Bewegung in der Herde uvm. nicht kontrolliert. Welche Zeitspanne für die Untersuchung jedes einzelnen Pferdes aufgewendet wird uvm. wird verschwiegen: Anfrage mit Antwort des Veterinäramtes.

Vertrauen in freiwillige Selbstkontrolle fehl am Platz

Verschwiegen wird auch, dass die Stadt gar keine Kontrolle verlangt, weil der Ponykarussellbetreiber ihr bei seinem Besuch im Rathaus mitgeteilt habe, er achte freiwillig auf die Dinge, die das Veterinäramt nicht kontrollieren kann.

Fazit:
Zentrale Fakten umstritten, Recherche unsorgfältig, amtstierärztliche Kontrollen intransparent, ihr Tierschutzwert ungeklärt… Wir vertrauen der „freiwilligen Selbstkontrolle“ von Ponykarussellbetreibern nicht.  Wir fordern Transparenz amtstierärztlicher Tierschutzkontrollen, sorgfältige Recherche und Objektivität bei Beratung und Entscheidung über Ponykarussells.