Presse > Pressemitteilungen > Größte Demo für Tiere - 17. November 2019

Größte Demo für Tiere

Gütersloher Tierrechtler waren dabei!

Pressemitteilung, 17. November 2019

Am Samstag fand in Hamburg die vermutlich größte Demo für Tiere statt, die Deutschland je gesehen hat. Bei Kälte, Wind und strömendem Regen zogen über 15.000 Personen in einem nicht enden wollenden Zug durch die Hamburger Innenstadt. Zehn Gütersloher Aktivisten waren dabei.

Durch eine Undercoveraktion der Soko Tierschutz waren unvorstellbare Grausamkeiten gegen Hunde, Affen und andere Tiere im Labor der u.a. in Mienenbüttel ansässigen Firma LPT an die Öffentlichkeit gelangt. „Wie so oft hatten Politik und Behörden in Sachen Tierschutz versagt. Es ist ein Skandal, dass Tierleid durch Privatpersonen bekannt gemacht wird, nicht durch diejenigen, die mit Steuergeldern bezahlt werden“, kritisiert Tierärztin Astrid Reinke, Vorsitzende von Achtung für Tiere e.V.

Staatlicher Tierschutz in Deutschland sei verlogen. Tierquälerei werde geheim gehalten, sichtbares Leid abgestritten, weil die Tiere sich nicht äußern können. Die politischen Parteien lieferten sich Wettrennen darin, Verbote von Tierquälerei zu verhindern. Wer aber überhaupt bereit sei, Tiere zu quälen und daran dann auch noch verdiene, der höre nicht freiwillig damit auf!

„Solange der Tierschutz bei Frau Klöckner angesiedelt ist, im selben Ministerium, das auch Tierversuche, Tierleid in der Landwirtschaft usw. verhandelt, wird sich nichts ändern. Interessenkollisionen und Kräfteverhältnisse sind offensichtlich. Tierschutz muss ernst genommen, Tierquälerei verboten werden - weil Tiere sich nicht selbst bemerkbar machen können“, so die Tierärztin.

15.000 Menschen waren von überallher nach Hamburg gekommen, obwohl die Schließung des einen Hamburger Tierlabors bereits angekündigt wurde. Denn damit sei das Problem der Tierversuche nicht aus der Welt. „Tierversuche gehören abgeschafft, zugunsten moderner, am Menschen orientierter Forschung, die echte Fortschritte bringt. Bis zu 95 % der Forschung an Tieren ist nicht auf die Situation bei Menschen übertragbar. Allein bei Krebs sind aber 40% der Erkrankungen durch Ernährung vermeidbar,“ gibt Reinke zu bedenken.

Viele Menschen hätten das inzwischen verstanden und sich sehr laut und kreativ Gehör verschafft. „Die Politik, auch die Lokalpolitik in Gütersloh, muss endlich aufhören, berechtigte Kritik auszusitzen, und sich bewegen, ebenso wie wir Bürgerinnen und Bürger“, findet Reinke. Margrit Dorn von Fairleben fügt hinzu: „Ich fand es gestern einfach bewegend -dieser unbändige, leidenschaftliche  Wille, die gesellschaftliche Befreiung der Tiere umzusetzen ohne dabei auszugrenzen. Politik und Behörden sollten sich eine dicke Scheibe davon abschneiden!“

Achtung für Tiere e.V. bietet Vorträge an, u.a. zum Thema Tierversuche. Infos unter info@achtung-fuer-tiere.de oder 05244-9740440. Am kommenden Samstag, den 23. November, findet in Münster von 12-15 auf dem Stubengassenplatz eine weitere Demonstration gegen Tierversuche statt. Auch hier werden die Gütersloher Tierrechtler lautstark vertreten sein.

Zurück