A-f-T > Presse > Pressemitteilungen > Neun Tage Demonstration gegen Ponyleid - 08. Oktober 2018

Neun Tage Demonstration gegen Ponyleid

Pressemitteilung vom 08. Oktober 2018

Während der gesamten 9 Tage Michaeliskirmes demonstrierten insgesamt 25 Mitglieder des Vereins Achtung für Tiere e. V. nahe dem Ponykarussell gegen Tierquälerei an Pferden.

„Unsere Infokampagne richtet sich dagegen, dass Pferde auf Volksfesten stundenlang im Kreis getrieben werden, mit Kindern auf dem Rücken, die nicht reiten können“, erklärt Astrid Reinke, Tierärztin und Vereinsvorsitzende. „Um darauf aufmerksam zu machen, laufen unsere zweibeinigen „Pferde“ im Kirmesgetümmel auch im engen Kreis. Von Jahr zu Jahr halten mehr Eltern inne und erklären ihren kleinen Kindern, dass es Tierquälerei ist, was den Tieren im Ponykarussell zugefügt wird. Auch die Demoteilnehmer, die Transparente halten, erhalten regen Zuspruch.“

Ein Informationsvideo des Vereins im Internet wurde zehntausende Male angesehen. Ponykarussellbetreiber versuchten mit grasenden Pferden auf grünen Wiesen über das Tierleid auf der Kirmes hinwegzutäuschen. „Doch man merkt ganz deutlich, dass die Leute inzwischen hellhörig geworden sind und sich immer weniger Personen für dumm verkaufen lassen“, beobachtet Yvonne Herzig-Rother, ebenfalls Vorstandsmitglied und allabendlich mit im Einsatz. „Eine Mutter hatte ihr Kind zunächst auf eines der Ponys gesetzt. Als sie uns sah, sagte sie, sie habe nicht nachgedacht und dass ihr das nun sehr leid täte.“

„Es ist eine so dümmliche Volksbelustigung, die die Stadt Gütersloh da auf unseren Bürgerflächen erlaubt, man kann es kaum glauben. Aber für BfGT und CDU sind Tiere anscheinend immer noch Nutzgegenstände, die man ausbeuten soll, bis zum Zusammenbruch,“ sagt Reinke und spielt damit auf einen Zwischenfall an, der im Frühjahr durch die Presse ging. In Hannover sei ein Pferd unter einem Kind zusammengebrochen, von den Tieren vor ihm, an denen es festgebunden war, weitergeschleift und ein Kind verletzt worden.

„Wir haben selbst schon beobachtet, dass im Ponykarussell der Michaeliskirmes ein Kind vom Pferd fiel und ein Pony ausschlug,“ erinnert sich Herzig-Rother. Reinke ergänzt: „In Ponykarussells werden fundamentale Grundsätze im Umgang mit Pferden mit Füßen getreten. Das ist hochgefährlich für Menschen und qualvoll für Pferde. Die Stadt Gütersloh ignoriert das konsequent. Wir machen so lange weiter, bis auch in Gütersloh Menschen und Pferde vor skrupelloser Geldgier geschützt werden.“

Infos unter www.achtung-fuer-tiere.de oder 0152-27199234.

Zurück