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Trauer um Geli Beil

Achtung für Tiere trauert um Angelika Beil, eine unermüdliche Kämpferin für die Schwachen und Leidenden – und eine Unterstützerin der allerersten Stunde. Geli Beil starb im Alter von 62 Jahren. Die Welt hat eine großartige, unerschrockene Tier- und Menschenfreundin verloren.

Gleich zu Beginn unserer Vereinsarbeit kam der behinderte und kranke Kater Sando, der auf einer Terrasse eingesperrt gelebt hatte, zu uns. Als wir um Hilfe baten, um ihn operieren lassen zu können, lernten wir Geli kennen. Sie wurde seine Patin und schüttelte ihm persönlich die Pfote, obwohl sie in Frankfurt lebte. Fortan stand Geli unserer Vereinsarbeit zuverlässig, kompetent, großherzig und großzügig zur Seite. Ohne zu wissen, wie schlimm es um sie stand, hatte ich in den Tagen vor ihrem Tod oft an Geli, ihren Mann Helmut und auch an Sando gedacht, der schon lange von uns gegangen ist.

Jedes Mal, wenn eines unser Tiere gestorben war und ich heulend seinen Nachruf schrieb, antwortete Geli mir und sie fand immer die richtigen tröstenden Worte. Wir wissen, dass Sterben zum Leben gehört und dass wir nach unserem Tod dort sind, wo wir vor unserem Leben waren. Soweit die Theorie. Trotzdem ist jedes Sterben eines liebenswerten Wesens traurig und ein zunächst unerträglich erscheinender Verlust.

Und nun sitze ich hier und trauere um Geli, ringe nach Worten, und jedes Wort klingt profan, wenn man weiß, wie viel Leid dieser Mensch ausgehalten und mitgetragen hat, ohne über eigenes Leid zu klagen. Was wir im Tierschutz erfahren, übersteigt oft die Grenzen dessen, was man glaubt, aushalten zu können. Doch Geli hat sich nie abgewandt, weder bei einzelnen Tierquälereien, noch beim Thema Tierversuche oder anderen Grausamkeiten. Nie sagte sie „schick mir sowas nicht, ich kann den Anblick nicht ertragen“. Geli hat hingesehen. Und sie hat geholfen, wo und wann immer sie konnte: Mit Briefen an Verantwortliche, mit Leserbriefen, mit Geld und auch ganz persönlich. Man kann gar nicht aufzählen, was sie alles geleistet hat in ihrem anstrengenden und viel zu kurzen Leben. Obwohl ich sie selten getroffen habe, fühle ich mich Geli sehr persönlich verbunden.

Was Geli für unsere Tiere geleistet hat und noch für viele weitere mehr - sie engagierte sich für viele Tierschutzprojekte - ist selten. Neben all dem war sie mehr als Vollzeit im eigenen Handwerksbetrieb eingebunden. Man hatte das Gefühl, dass Geli eigentlich alles konnte und in unzähligen Töpfen rührte. Die erfolgreiche Geschäftsfrau war auch eine perfekte Hausfrau und grandiose Köchin. Einmal kamen sie und Helmut noch in Gütersloh zum Sommerfest mit Kisten voller veganer Delikatessen. Neben all dem versorgte sie immer chronisch kranke Katzen, zuletzt ihre kranke Victoria und sie kümmerte sich um Katzen im Ausland. Liebevoll und zuverlässig war sie für ihre alte Mutter im Einsatz. Auch deshalb haben wir sie lange nicht mehr gesehen.

Für alle, die Geli kannten, ist ihr Tod ein riesiger Verlust. Am meisten aber für Helmut, ihren lieben Ehemann. Die beiden waren ein perfektes Team, jeder mit ganz bestimmten Aufgaben. Sie hatten vor Jahren ein altes Haus in Meck-Pom gekauft und waren mittendrin, es auf Distanz zu sanieren, während in Frankfurt auch noch der Handwerksbetrieb lief. Im letzten Herbst wurde Geli plötzlich und schwer krank. Man kann sich kaum vorstellen, was sie durchlitten haben muss, körperlich und seelisch, und Helmut mit ihr. Wenn wir telefonierten und auch aus ihren Mails sprach eine unglaubliche Anstrengung und Tapferkeit der beiden. Von allen Seiten prasselten zusätzliche und schier unerträglich erscheinende Belastungen auf sie ein. Gemeinsam gingen sie da durch und Geli war so froh, dass sie Helmut an ihrer Seite hatte. Er muss in diesen langen Monaten immer wieder über sich selbst hinausgewachsen sein, da er ja nun auf einmal mit Aufgaben konfrontiert wurde, die immer Gelis Arbeitsbereich und nur der ihre waren.

Der Umzug zwischen Weihnachten und Neujahr fiel in eine Zeit, in der beide sehr unter Gelis Krankheit und Therapie gelitten haben müssen. Auch jetzt hielt Geli mit ihrem eisernen Willen und Mut durch. Helmut und sie hatten sich so sehr ein Leben abseits der Großstadt gewünscht. Es ist unendlich traurig, dass sie es nicht mehr zusammen erleben können. Was das für Helmut bedeutet, kann man kaum nachempfinden. Ein Leben voller Arbeit und mit beider Einsatz für die Abschaffung von Tierquälerei hat den anvisierten Ruhestand und einen anderen Ausklang verdient.

Doch ich denke auch daran, dass Geli ein in jeder Hinsicht erfülltes Leben gelebt hat, viel zu kurz zwar, aber ihre Lebenszeit war maximal ausgefüllt. Mehr Leben kann man in 62 Jahre nicht packen. Geli konnte mit der Gewissheit Abschied nehmen, dass sie alles, was ihr möglich war, für ihre Liebsten und für alle Tiere getan hat!

Ich bin glücklich diesen wunderbaren Menschen kennen gelernt zu haben. Die Erinnerung an sie gibt mir Kraft und Zuversicht. Wir haben wunderbare Menschen an unserer Seite und ich bin sicher, dass auch Geli noch irgendwo bei uns ist. Helmut, ich wünsche Dir von Herzen Kraft und Zuversicht und weiter so liebe Menschen in Deiner neuen Heimat, die Dir zur Seite stehen!

Liebe Geli, ich danke Dir für alles! Wir werden Dich nie vergessen!

Unendlich traurig

Astrid


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Juli / August 2018: Ferienspiele

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20. - 21. Oktober 2018: Demo gegen Ponyleid auf dem Pollhans-Markt, 16-18 Uhr

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