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28. März 2024

Wie geht es eigentlich Greta?

Ostern steht vor der Tür. Das beherrschende Motiv ist: das Hühnerei! „Wenn die Menschen wüssten, mit wie viel Leid Eier entstehen, dann würde sich bestimmt ein anderes Motiv finden. Denn den meisten Hühnern ergeht es so wie der kranken kleinen Henne Greta, die sich vor kurzem auf unseren Hof in Varensell gerettet hatte“, erklärt Astrid Reinke, Vorsitzende des Vereins Achtung für Tiere.

Greta einige Tage nach ihrer Ankunft.

„Wenn ein Vogel fast täglich ein Ei aus sich herausquälen muss, dann trägt er nicht nur sichtbare Schäden davon“, erläutert die Tierärztin. „Schmerzhafte Knochenbrüche, Entzündungen und Wunden an inneren Organen, Atemwegs- und andere Erkrankungen sind schlimme Folgen.“ Schon mehrfach hat der Verein Hühner aus der Eierindustrie aufgenommen. „Manchen Tieren können wir nur noch Fürsorge geben, bevor sie eingeschläfert werden müssen. Man weiß anfangs nie, wer sich noch einmal erholt.“

Greta nach drei Wochen. Sie nimmt regen Anteil am Tierschutzalltag bei Achtung für Tiere.

Die ältesten Tiere aus der Eierproduktion seien fast vier Jahre bei Achtung für Tiere. „Unsere noch sehr fitte Hühneromi Gerti kommt nicht aus der Massentierhaltung. Sie ist 15 Jahre alt. Sogenannte „Legehennen“ erreichen auch bei bester Pflege nicht annähernd dieses Alter, auch die nicht, die Freilauf hatten. Auch die halten die Eiertortur meist nur ein Jahr durch und werden dann geschlachtet.“

Greta hilft bei den Ferienspielen

Sandbaden

Greta habe ein Medikament bekommen, dass den Eierzwang eine gewisse Zeit stoppe, erklärt Reinke. Sie habe 400 Gramm zugenommen und nehme regen Anteil am Tierschutzalltag. Da es draußen zu kalt sei, sei sie im Haus unterwegs. „Unser Hahn Caruso nimmt sie aber zwischendurch unter seine Fittiche. Greta ist eine Kämpferin, entfaltet schlagartig Riesenkräfte, wenn sie getragen wird und ihr das zu lange dauert.“ Vor dem Transport zum Schlachthof würden Hühner gepackt und in flache Kisten gezwängt. „Ich vermute, dass Greta sich gewehrt und stark geflattert hat, freikam und beim Ausmisten weglaufen konnte. Ihre Entschlossenheit wird ihr das Leben gerettet haben“, denkt sich Reinke.

Hier sieht man, wie stark die Schnabelspitze amputiert wurde.